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iPhone schickt Apple-Aktie auf Höhenflug

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Steve Jobs, Chef von Apple [delComputer[/del]] Inc., hat mit der Vorstellung seines ersten Mobiltelefons die Aktionäre in Euphorie versetzt. An der New Yorker Börse schnellte der Kurs der Apple-Aktie zum gestrigen Handelsschluss auf 92,57 US-Dolllar. Sie notierte damit um 8,31 Prozent höher als am Vortag. Zudem erreichte die Aktie den zweithöchsten Stand der vergangenen 52 Wochen – nur übertroffen am 27. November vorigen Jahres.

Gleichzeitig gingen Aktien einiger nun neu erwachsender Apple-Konkurrenten in den Keller, noch lange bevor das iPhone im Juni zunächst in den USA auf den Markt kommt: Research in Motion musste ein Minus von knapp 1 Prozent auf 83,76 US-Dollar verkraften, Nokia um 1,26 Prozent auf 19,38 US-Dollar, Motorola um 1,83 US-Dollar und LG Electronics gar um 3 Prozent auf 53.500 Won. Auf der anderen Seite zogen Aktien von Handy-Zubehör-Herstellern an sowie der japanischen Softbank, von der Marktbeobachter glauben, sie könne das japanische Pendant zu Cingular Wireless werden. Das iPhone soll in den USA ausschließlich mit Zweijahresverträgen des Mobilfunkanbieters erhältlich sein.

Apple steigt mit dem iPhone in einen Markt ein, der im Gegensatz zu den Musikplayern bei Einführung des iPod bereits viele starke Konkurrenten aufweist und streckenweise nahezu gesättigt erscheint. Marktbeobachter glauben dennoch, Apple könne auf dem Handymarkt zu einem wichtigen Faktor werden – und nicht nur hier Maßstäbe setzen. Die neuartige Bedienoberfläche, bei der offenbar einige Neuentwicklungen zum Tragen kommen, die in den vergangenen Monaten beispielsweise als Patentanmeldungen bekannt wurden, eignet sich nicht nur für Mobiltelefone.

Unklar war gestern noch zur MacWorld-Eröffnungsrede von Steve Jobs, wie die Rechte an dem Namen iPhone gehandhabt werden. Die Cisco-Tochter Linksys hatte kürzlich bereits VoIP-Telefone unter dem Namen iPhone vorgestellt. Nun heißt es in US-Medien, Apple befinde sich mit Cisco in der Endphase von Verhandlungen, um Teile der Rechte an dem Namen wahrzunehmen. Das bedeutet, Apple hatte die Namensgebung bereits vorgenommen, ohne dass eine Einigung mit Cisco vorlag.

Zur MacWorld siehe auch:

(anw)

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