iTunes 8.2.1 zeigt Palm Pre die kalte Schulter [Update]

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Palms Ankündigung, dass der hauseigenen iPhone-Rivale Palm Pre Multimediainhalte ausgerechnet über Apples iTunes mit dem PC abgleichen wird, war ein gelungener PR-Coup. Keiner mochte so recht daran glauben, dass Apple dem Treiben lange untätig zuschaut. In einem Mitte Juni veröffentlichten Support-Dokument wies Apple dann darauf hin, dass iTunes grundsätzlich keine Mobil-Geräte von Fremdherstellern unterstützt. In zukünftigen Versionen könnte die Zusammenarbeit mit solchen Geräten nicht mehr gewährleistet sein. Auch wenn Apple den Palm Pre dort mit keiner Silbe erwähnte, war jedermann klar, wem dieser Wink galt.

Apples Ex-Mitarbeiter und jetziger Palm-Chef Jon Rubinstein äußerte sich provozierend, Apple könne als "Quasi-Monopolist" eigentlich froh sein, dass ein anderes Gerät ebenfalls mit iTunes zusammenarbeite. Doch offenbar hat der iPhone-Hersteller eine etwas andere Sichtweise, die Apple nun wie folgt darstellt: "iTunes 8.2.1 enthält verschiedene wichtige Fehlerbehebungen und behebt ein Problem bei der Verifizierung von Apple-Geräten.. Apple-Sprecherin Natalie Kerris ließ dieser nüchternen Zusammenfassung gegenüber Newsweek unter Hinweis auf das bereits oben genannte Support-Dokument Klartext folgen: Das Update sperre sich fälschlicherweise als iPod ausgebende Geräte aus, einschließlich des Palm Pre.

Ob sich Palm nach dem Rausschmiss versucht, sich wieder in iTunes einzuklinken, bleibt abzuwarten. Den Besitzern des Pre geht vorerst jedenfalls ein wenig Bequemlichkeit verloren, auf iTunes angewiesen sind sie aber glücklicherweise nicht. Das Gerät meldet sich nämlich auch als gewöhnlicher Massenspeicher beim PC an und lässt sich per Media Player oder Drag & Drop mit Audio-, Video- und Fotodateien befüllen.

Update:
Auch wenn Apple dem Palm Pre die kalte Schulter zeigt, lässt sich das Handy weiterhin mit Programmen von Drittanbietern über iTunes synchronisieren – etwa mit Missing Sync von Mark/Space. (vza)