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iTunes Deutschland verkauft TV-Serien

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Apple hat das Angebot in seinem deutschen iTunes Store um den Download von deutschsprachigen TV-Serien erweitert. Während von der ProSiebenSat.1-Gruppe vor allem Comedy-Titel im Programm sind (Switch, Tramitz and Friends, Zack!) steuert das ZDF unter anderem die Dokumentation "Update 2057 – Unser Leben in der Zukunft" bei. Von der Produktionsfirma Brainpool stammen Comedy-Serien wie "Stromberg" und "Dr. Psycho".

Ebenfalls im Repertoire: Die vom US-Sender ABC stammenden TV-Serien "Lost", "Grey's Anatomy" und "Desperate Housewives" sowie "South Park" und "SpongeBob" von MTV Networks. Einzelne Folgen einer Staffel kann man zu Preisen zwischen 1,49 und 2,49 Euro kaufen und anschließend am PC, videofähigen iPods und dem iPhone abspielen oder per Apple TV im Wohnzimmer wiedergeben. In einzelnen Fällen lassen sich auch komplette Staffeln herunterladen, die Preise variieren je nach Titel zwischen 12 und 20 Euro.

Bisher gab es US-Serien wie "Lost" und "Desperate Housewives" über den Video-on-Demand-Dienst Maxdome als Streaming-Angebot, im iTunes Store stehen sie erstmals zum Download bereit. Eine größere Konkurrenz dürften kostenfreie Streaming-Angebote im Netz sein: Die englischsprachigen Southpark-Folgen kann man seit Kurzem komplett kostenfrei abrufen, gleiches gilt für einen Teil der Comedy-Inhalte von ProSiebenSat1 und Brainpool. Das ZDF zeigt seine Zukunftsdoku "2057" ebenfalls kostenfrei in der hauseigenen Mediathek.

Apple hatte in den USA im Oktober 2005 sein Videoangebot mit TV-Sendungen und Musikclips gestartet und seitdem über 125 Millionen Videos online verkauft. Im September 2006 dehnte das kalifornische Unternehmen das iTunes-Angebot auf Kinofilme aus. Zur Macworld 2008 führte Apple schließlich in den USA einen Videoverleih via iTunes ein. Die Verzögerung in Deutschland wurde mit den schwierigen Verhandlungen über die Ausstrahlungsrechte begründet; bereits im Januar vergangenen Jahres hieß es, TV-Serien via iTunes Store würden "bald" in Europa angeboten. Aber auch in den USA gab es bereits Streit um die Bedingungen und Preise, zu denen Fernsehsender Serien über iTunes bereitstellen. (sha)

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