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iTunes will nach Hause telefonieren [Update]

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Die Musikzuspiel- und Verwaltungs-Software für Apples portable Musikplayer der iPod-Serie tut es dem Spielberg'schen Alien ET gleich und telefoniert in der aktuellen Version iTunes 6.0.2 nach Hause. Problematisch ist dabei, dass in der Software-Lizenz, die Anwender bei der Installation akzeptieren müssen, dieses Verhalten mit keiner Silbe erwähnt wird.

Die iTunes-Software enthält unterhalb der Medienbibliothek ein Anzeigeelement, den MiniStore. Dort blendet Apple Alben aus seinem Online-Store ein, die der aktuell gelauschten Musik ähnlich sind. Hierzu überträgt die Software nur den Interpreten aus dem ID3-Tag der gehörten Stücke an einen Server, wie Eric Bangeman von Ars Technica untersucht hat. Der Server sucht auf Grund dieser Angaben die Alben dieses Künstlers und weitere ähnliche heraus.

iTunes lässt sich aber sehr einfach von seiner Telefonsucht befreien. Den Ministore können Benutzer etwa über den kleinen Knopf zur Linken der Equalizer-Einstellungen abschalten. Betätigt der Anwender diesen, hat der Spuk ein Ende – fortan überträgt die Software keine Hörgewohnheiten des Anwenders mehr.

[Update]:
Apple erwähnt in der EULA zu iTunes lediglich die Übertragung von Daten an CDDB-Server zur Abfrage von Albeninformationen. Ein Dokument von Apple beschreibt das Abschalten des Ministores – und erwähnt auch, dass dazu Informationen an den Apple Store übertragen werden. Nach deutschem Recht ist es allerdings nicht zulässig, Daten ohne vorherige Einwilligung der Benutzer zu übertragen.

Siehe dazu auch: (dmk)