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init - der Wochenausblick: Nobelpreise, Pixel und Blade Runner

Trotz Brücken- und Feiertag hat diese Woche einiges zu bieten. Besonders am Mittwoch ist der Bär los. Dazu gibt es jeden Tag Nobelpreisträger.

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init - Der Wochenausblick: Nobelpreise, Pixel und Blade Runner

Am Montag holt die IT-Branche noch einmal tief Luft. Die halbe Mannschaft nimmt einen Brückentag, der Rest startet ins vierte Quartal, um das Budget für 2018 fest zu zurren. Reisekosten und Freelancer werden eingespart, um das 2017er Budget noch einzuhalten. In Schweden beginnt die Nobelpreiswoche mit der Bekanntgabe des Preisträgers für Medizin. Am Dienstag folgt dann die Physik.

Deutschland feiert am Dienstag die Vereinigung der Bundesrepublik mit der Deutschen Demokratischen Republik am 3. Oktober 1990. In Frankreich ist der 3. Oktober signifikant, weil sich 52 v. Chr. Vercingetorix, Anführer der Gallier, den Römern unter Julius Caesar ergab und damit die Belagerung und die Schlacht von Alesia beendete. Goscinny und Uderzo erzählen uns den Rest der Geschichte so: "Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten." Die Amerikaner erinnern sich wohl eher an den überraschenden Freispruch O.J. Simpsons von der Anklage des Doppelmordes im Jahre 1995. Simpson wurde gerade erst vorzeitig aus seiner neunjährigen Haft in Las Vegas entlassen, die er wegen Geiselnahme und Raub absitzen musste. Trotz Freispruchs ist Amerika überzeugt, dass er auch des Doppelmordes schuldig ist.

Der russische Bär versetzte Amerika am Mittwoch vor 60 Jahren einen gewaltigen Schock, als die aufstrebende Raumfahrtnation den Satellit Sputnik auf eine Umlaufbahn um die Erde einschoss. Die Russen sollten diese Führung lange bewahren, bis sie schließlich durch die gewaltige Anstrengung des Mondprogramms vorübergehend überholt wurden. Mit ihrem bewährten Sojus-Raumschiff bringen sie heute noch Kosmonauten zur Internationalen Raumstation.

Auch IT-technisch ist am Mittwoch der nicht-russische Bär los. Google wird um 19 Uhr unserer Zeit die nächste Generation der Pixel-Smartphones und voraussichtlich weitere Gadgets ankündigen. Wir rechnen fest mit mindestens einem neuen Pixel und einem Pixel XL. Am Sonntag tauchte ein Ultra Pixel als neues Gerücht auf. Heise Online wird die Ankündigung mit einem Live-Kommentar begleiten und hat eine eigene Themenseite zum Pixel eingerichtet. Auf Sendung gehen voraussichtlich Jan-Keno Janssen, Michael Link und Jürgen Kuri.

Angesichts dieses Spektakels hat Sonos wohl einen ungünstigen Termin gewählt, um ebenfalls am Mittwoch in New York die Sprachsteuerung für die vernetzten Lautsprecher anzukündigen. Ein Jahr hat sich Sonos Zeit genommen, um zunächst Amazon Alexa zu unterstützen. Erwartet wird ein neuer Lautsprecher, bei dem Alexa bereits eingebaut ist, sowie die Verknüpfung der anderen Modelle mit dem Echo Dot.

Die Gesellschaft für Informatik veranstaltet in Kooperation mit dem CAST am Mittwoch einen Workshop zum Thema Online-Tracking mit dem verheißungsvollen Titel "Lösungen für mehrTransparenz und besseren Schutz".

Am Donnerstag kommt "Blade Runner 2049" in die Kinos und tritt damit ein schweres Erbe von Ridley Scotts wegweisendem Blade Runner an, der 1982 einen Blick in das Los Angeles von 2019 wagte. Vor 28 Jahren wurde dem 14. Dalai Lama der Friedensnobelpreis zugesprochen. Am Donnerstag vor sechs Jahren starb Apple-Mitgründer Steve Jobs. Apple macht allen Unkenrufen zum Trotz weiterhin gute Geschäfte; der Aktienkurs hat sich beinahe vervierfacht.

Am Freitag veranstaltet heise online ein Blade Runner Quiz. Zwei weniger böse Buben werden ein neues Album veröffentlichen: "As You Were" von Liam Gallagher und "Heaven Upside Down" von Marilyn Manson, der sich am Sonntag bei dem Versuch verletzte, seine Bühnendekoration zu erklimmen.

Am Samstag gäbe es ohne den Tag der Deutschen Einheit einen weiteren Feiertag. Am 7. Oktober 1949 wurde die Deutsche Demokratische Republik gegründet, die keine 41 Jahre halten sollte. Dass sich die schwer befestigte Grenze zwischen den beiden Blöcken friedlich und ohne Gewalt auflöste, darf man getrost als Wunder bezeichnen. In Afghanistan dagegen hält der nicht enden wollende Krieg nun seit 16 Jahren an, länger als erster und zweiter Weltkrieg zusammen. Am 7. Oktober 2001, kaum einen Monat nach dem Angriff auf World Trade Center und Pentagon, begannen Amerikaner und Briten die Bombardierung der herrschenden Taliban, die uns mit dem Wort Kollateralschaden vertraut machte. Das ist lange her - aber auch acht Jahre nach Verleihung des Friedensnobelpreises an den zur Zeit der Ehrung amtierenden US-Präsidenten Barack Obama scheint ein Friede für das geplagte Land unerreichbar. (vowe)

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