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init – der Wochenausblick: Nvidia, Huawei, Apple und Viagra

Apple lädt zu einem Schulausflug, Huawei stellt drei neue Handys vor, Nvidia konferiert für vier Tage. Und dann fällt ausgerechnet in die Karwoche noch der Viagra Day.

init – der Wochenausblick

Mit dem Beginn der Osterferien in den restlichen Bundesländern kehrt in vielen Unternehmen eine relative Ruhe ein. Gestern begann mit dem Palmsonntag die Karwoche. Nein, nicht dieser PALMsonntag. Die Karwoche ist eine der für Christen wichtigsten Wochen des Kalenderjahres. Sie ist im Kirchenjahr die letzte Woche der Fasten- oder Passionszeit und die Trauerwoche vor Ostern. Die Karwoche besteht aus verschiedenen Feiertagen, wie dem Palmsonntag, dem Gründonnerstag und dem Karfreitag, der ein gesetzlicher Feiertag und damit bundesweit arbeitsfrei ist. Am Gründonnerstag wird dem letzten Abendmahl gedacht, das Jesus mit seinen Jüngern abhielt. Der Karfreitag erinnert an sein Leiden und Sterben am Kreuz. Der Karsamstag, der Tag der Grabesruhe, dient als Vorbereitung für Ostern, den Feiertag der Auferstehung Jesus Christi. In vielen Kirchen gelten Beschränkungen für die Karwoche. So hat die Evangelische Kirche im Rheinland geregelt, dass kirchliche Trauungen in der Karwoche nicht stattfinden.

Dieser Montag hat auch geschichtliche Bedeutung. Am 26.3.1979 unterzeichneten im Weißen Haus in Washington der ägyptische Präsident Anwar el-Sadat und der israelische Premierminister Menachem Begin einen Friedensvertrag, der drei Jahrzehnte Feindseligkeiten zwischen den beiden Ländern beenden sollte. Nur zwei Jahre vorher war Sadat nach Jerusalem gereist, um ein Friedensabkommen anzuregen. Sadats Besuch, bei dem er mit Begin und vor dem israelischen Parlament sprach, wurde in der arabischen Welt mit Empörung aufgenommen. Sadat ließ sich nicht beirren und traf sich mit Begin im September 1978 in Camp David als Gast von US-Präsident Jimmy Carter. Sadat und Begin bekamen gemeinschaftlich den Friedensnobelpreis 1978 verliehen. Am 6. Oktober 1981 wurde Sadat von muslimischen Extremisten ermordet; auch ohne ihn nahmen Ägypten und Israel 1982 diplomatische Beziehungen auf.

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In den USA beginnt am Montag die viertägige NVIDIA GPU Technology Conference (GTC). Sie versteht sich als führende Konferenz für AI und Deep Learning. Mit ihrem technischen Tiefgang ist sie vor allem eine Fortbildungsveranstaltung. Die Keynote wird am Dienstag um 9 Uhr Ortszeit Silicon Valley, in Deutschland also um 18 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit Live übertragen. Vom 9. bis 11. Oktober gastiert die Konferenz in München.

Der Dienstag ist Viagra Day, weil das Medikament zur Behandlung männlicher Impotenz am 27.3.1998 die Zulassung durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) erhielt.

Apple lädt die Presse am Dienstag zu einem "Field Trip" nach Chicago in eine Schule. Von Leaks blieb Apple diesmal weitgehend verschont. Aus der Bezeichnung und dem Ort der Veranstaltung kann man sich jedoch einiges zusammenreimen. Apple gerät in den USA zunehmend unter Druck durch Google Chromebooks, die dieses Jahr zunehmend Touchscreens mit Stiftunterstützung bekommen. Die Geräte sind simpel zu administrieren, robust und preiswert. Microsoft versucht mit Windows 10S dagegen zu halten. Die Kollegen von Mac & I haben Gerüchte zu dem Event zusammengetragen. Man kann sich denken, dass es um preisgünstige iPad, vielleicht mit Stiftunterstützung und Software gehen könnte. Das seit fünf Jahren beinahe unveränderte MacBook Air könnte auch eine Auffrischung vertragen. Die Keynote startet um 10 Uhr Orszeit in Chicago, also 17 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit. Der Event wird nicht live übertragen, steht aber zeitversetzt aus der Konserve zur Verfügung. Die Event-App auf dem Apple TV wurde bereits entsprechend angepasst.

Huawei will am Dienstag in Paris neue Smartphones vorstellen. Als Nachfolger der P10-Reihe stehen drei neue Geräte am Start: P20 Pro, P20, und P20 Lite. Anders als Apple ist bei Huawei dabei schon alles ausgeplaudert. Bilder der Geräte bereits vor Wochen von @evleaks getwittert. Nun sind auch noch bei Saturn die Specs und Preise entfleucht. Das P20 Pro soll wohl für stolze 899 Euro mit drei Hauptkameras auftrumpfen: 40 Megapixel Weitwinkel, 8 Megapixel Zoom und 20 Megapixel Monochrom. Das P20 könnte für 649 Euro und das P20 Lite für 369 Euro Anfang April in den Handel gelangen.

Niederländische Unternehmen wollen sich am Dienstag bei SAP in Dresden und am Mittwoch in der Botschaft in Berlin unter dem Motto "Meet The Dutch" mit deutschen Geschäftspartnern treffen, um Internet of Things, Smart Industry und Big Data zu besprechen. Auf deutschen Folien heißt Smart Industry wohl Industrie 4.0.

Am Mittwoch wird BlackBerry CEO John Chen, der seinen Vertrag kürzlich erst um fünf Jahre verlängerte, die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2018 verkünden. Ebenfalls am Mittwoch beginnt in San Francisco die zweitägige TrailheaDX Salesforce Developer Conference. Trailhead ist die Lernplattform für Salesforce Entwickler.

Neue Musik gibt es am Freitag von Deadmau5 ("Where's the drop?"), En Vogue ("Electric Cafe"), Mount Eerie ("Now Only"). Eine Band Holzmindener Jungs rotzt bei Dunkelziffer Records eine Kleinauflage von 200 Stück ihres Debut-Albums "Vorderwasser" raus. Es punkt.

Am Sonntag ist dann nicht nur Ostern, sondern auch der 1. April. Wobei, irgendwie fällt es schwer, sich noch absurde Geschichten auszudenken, die man nicht für echt hält. The Onion und der Postillon tun sich schon schwer genug. Trotzdem sollte man aufmerksam in der neuen c't blättern.

Am 1. April treten auf EU-Ebene einige neue Regelungen in Kraft. Hersteller von Kraftfahrzeugen müssen in allen Neuwagen den 112 eCall eingebaut haben. Über das eCall-System werden Rettungsdienste unter der Nummer 112 –der einheitlichen europäischen Notrufnummer – bei schweren Unfällen automatisch verständigt. Schätzungen zufolge wird sich die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte nach Einführung des 112-eCall-Systems in städtischen Gebieten um 40 Prozent und auf dem Land um 50 Prozent verkürzen.

Die EU-Verordnung 201/1128 zur grenzüberschreitenden Portabilität von Online-Inhaltediensten tritt EU-weit in Kraft. Damit können kostenpflichtige Streaming-Dienste und andere Online-Inhalte für kurzzeitige Aufenthalte auch im EU-Ausland genutzt werden – ohne Zusatzkosten. Die Verordnung ist ein weiterer Schritt zur Beseitigung desGeoblockings von Online-Mediendiensten in Europa. Diese Maßnahme soll Online-Inhalte für Nutzer noch attraktiver machen und neben der bereits am 15. Juni 2017 erfolgten Abschaffung der Roaming-Gebühren zur Schaffung eines echten Binnenmarkts für digitale Inhalte und Dienste in Europa beitragen. (Volker Weber) / (vowe)

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