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init – der Wochenausblick in die Zukunft der Gesellschaft

Die kommende Woche ist die letzte Konferenzwoche, bevor es an das Einwickeln und Versenden der Weihnachtsgeschenke geht. In Berlin geht es noch mal um Zukunftsfragen. Und damit sind nicht die Koalitionsverhandlungen gemeint.

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init – der Wochenausblick in die Zukunft der Gesellschaft

Nun beginnt mit der vorletzten Vorweihnachtswoche wohl für viele der Endspurt, bevor es zum Jahresende gewohnt ruhig wird (nicht für alle, sicher, und das nicht nur wegen des 34C3 zwischen den Jahren).

Von Montag bis Mittwoch tagt die AI World Conference & Expo in Boston. Dort geht es um den Einsatz künstlicher Intelligenz im Unternehmen. Das Frankfurter Kap Europa beheimatet von Montag bis Donnerstag die IT-Tage 2017 von Informatik Aktuell. Diese Veranstaltung ist möglichst breit aufgestellt und bietet Fortbildung in allen aktuellen Themen.

Sehr spezifisch ist dagegen der 8. Nationale Fachkongress Telemedizin am Montag und Dienstag in Berlin. Der Termin ist insofern wichtig, weil die ersten Praxen an die telematische Infrastruktur online angeschlossen sind und sich alle Beteiligten einig werden müssen, was der nächste große Schritt sein soll. Notfalldaten auf die Gesundheitskarte, elektronischer Medikamentionsplan, soweit stehen die operationalen Ziele. Aber was kommt danach?

Am Montag veröffentlicht die Bertelsmann Stiftung die neue Studie "Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt". Sie hat repräsentativ den Zusammenhalt in der bundesdeutschen Gesellschaft untersucht. Die Ergebnis sind nach Bundesländern erfasst und entsprechend in 16 Länderprofilen zusammengestellt.

Auch am Dienstag geht es politisch weiter. Im Rahmen der Vortragsreihe "Making Sense of the Digital Society" der Bundeszentrale für Politische Bildung wird über Digitalisierung und damit verbundene gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationen diskutiert. Digitale Technologien gelten gemeinhin als Mittel, um Demokratisierungs- und Emanzipationsprozesse voranzutreiben. In seinem Vortrag wirft der renommierte spanische Soziologe Manuel Castells einen Blick zurück auf die Entwicklungen der letzten 20 Jahre und erläutert, ob diese Idealvorstellung der Realität entspricht.

Microsoft ist Gastgeber des Transatlantischen Dialogs am Dienstag in Berlin mit Peter Schaar (EAID), Peter A. Winn (US-Justizministerium) sowie John Frank (Microsoft). Es geht um sehr praktische Fragen: Wie können praktikable Lösungsansätze aussehen, die transatlantische Datenübermittlungen ermöglichen und gleichzeitig fundamentale Grundrechte und nationale Gesetze berücksichtigen? Welche Rolle spielen dabei internationale Abkommen? Und inwieweit wirkt sich diese Problematik auf die zukünftigen Beziehungen zwischen Europa und den USA aus? Der Titel "Digital Westphalia – Old Borders and New Rules" spielt auf den Westfälischen Frieden von 1648 an, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Durch die Internet-Brille gesehen erscheinen nationalstaatliche Rechtsordnungen wie Kleinstaaten. Was hier verboten ist, ist dort erlaubt, woanders gar geboten. Dabei geht Bürgern und Unternehmen die Rechtssicherheit verloren, auf die Rechtssätze des jeweiligen Landes vertrauen zu dürfen, in dem sie sich aufhalten. Es geht um viel mehr als dringend erscheinende praktische Fragen.

Auch Telefónica würde gerne die Zukunft gestalten und ruft am Donnerstag futur/io, das European Institute for Exponential Technologies & Desirable Futures, ins Leben. Das Institut will Führungskräfte und Futuristen zusammen bringen, um ab 2018 Ideen zu entwickeln und Szenarios zu erforschen.

Sehr praktischen Themen widmet sich dagegen der CAST-Workshop "Forensik und Internetkriminalität" am Donnerstag in Darmstadt. Dort spricht unter anderen Andreas Könen, der Ministerialdirigent zu Cybersicherheit im BMI, zur allgemeinen Cybersicherheitslage in Deutschland.

An der Beuth-Hochschule in Berlin gibt es dagegen sehr praktische Hilfestellungen für junge Studenten. Unter dem Titel "React to Docker" zeigen kurze Vorträgen, wie man native Apps für verschiedene Plattformen mit React und React Native unter Hilfenahme von next und Apollo programmieren und mit einem Backend in Docker verbinden kann.

War noch was am Donnerstag? Ach ja, im Kino kommt eine weitere Folge der Star Wars-Saga. "The Last Jedi" wird auch auf Heise Online viel Beachtung finden. Die älteren Herrschaften können sich mit dem Imperial March auf Floppy-Laufwerken einstimmen.

Quelle: Lucasfilm / Walt Disney

Am Freitag gibt es wieder neue Musik. Eminem bringt sein neuntes Studio-Album "Revival" bei Aftermath Entertainment, Shady Records und Interscope Records heraus. Am 10. November war bereits die erste Single “Walk on Water” mit Beyoncé erschienen. 7. Dezember folgte die zweite Single “Untouchable”.

Auch die restlichen Neuerscheinungen kommen aus der HipHop-Szene. Besonders interessant ist das neue N.E.R.D-Album "No_One Ever Really Dies". Die erste Auskoppelung "Lemon" mit Rihanna hat auf Youtube bereits über 28 Millionen Views und viele Choreographie-Videos hervorgebracht, etwa von Phil Wright oder Hamilton Evans. Das virale Rezept kennen wir von N.E.R.D-Mitglied Pharrell Williams' "Lucky".

Freitag und Samstag gastieren dann in der Kölner LANXESS Arena "Night of the Proms 2017", am Sonntag in Oberhausen in der König-Pilsener-Arena.

Am Sonntag jährt sich der erste benzingetriebene Motorflug. Am 17.12.1903 blieb nahe Kitty Hawk in North Carolina Orville Wright für 12 Sekunden in der Luft und legte dabei nicht einmal 40 Meter zurück. Schwer vorstellbar war damals die zivile Luftfahrt, die Bully Herbig so schön als Business-Kasper auf die Schippe nahm. (Volker Weber) / (vowe)

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