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init – der Wochenausblick: von Moskau nach Kuba

Ein riesiges Innovationsforum in Moskau, mindestens zwei wegweisende Highend-Smartphones, den Rollout der neuesten Windows-Versionen mit passenden Headsets und reichlich Erinnerungen. Die neue Woche hat viel zu bieten.

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init – der Wochenausblick: von Moskau nach Kuba

Am Montag startet in Moskau das dreitägige Open Innovations Forum, eine Veranstaltung mit immerhin 15.000 Teilnehmern. Sehr viel kleiner startet weiter westlich in Wien die zwölfte Social Connections, wo eine engagierte Truppe der IBM zum wiederholten Male zeigt, wie man eine fokussierte Konferenz für das arg geschrumpfte Kollaborations-Business organisiert. Außerdem wollen Astrophysiker aus aller Welt am Montagnachmittag eine bahnbrechende Entdeckung bekanntgeben und offenbar ist's auch um WLAN-Verschlüsselung WPA2 noch schlechter bestellt als gedacht.

In München wird Huawei am Montag sein neuestes Prachtstück mit dem Namen Mate 10 in mehreren Varianten vorstellen und karrt dazu sehr viele Influencer und Journalisten aus allen Himmelsrichtungen zusammen. Das neue Smartphone nutzt den zur IFA vorgestellten Prozessor Kirin 970, der besonders leistungsfähig bei AI-Operationen ist. Das nimmt auch Apple mit dem A11-Prozessor in Anspruch, aber Huawei meint, das seien doch kleine Fische gegen den Kirin 970. Wir sind gespannt.

Am Dienstag steigt dann ein anderer, nicht ganz so erfolgreicher chinesischer Hersteller auf die Bühne. ZTE wird voraussichtlich ein klappbares Smartphone zeigen, das auf seiner Innenseite zwei FullHD-Displays unterbringt. Microsoft startet den Rollout des "Fall Creators Update" von Windows 10. Am gleichen Tag gibt es die zahlreichen Mixed Reality Headsets, die sich nur im Design unterscheiden und auf der IFA bereits einen positiven Eindruck hinterließen: Augmented Reality mit ganz normalen PCs ohne dedizierte Grafikkarten.

In Hannover starten die Hannah-Arendt-Tage mit dem Thema "Demokratie 5.0", die bis zum Samstag laufen. An diesem 17. Oktober jährt sich zum 111. Mal eine gar unglaubliche Geschichte. Der Schuster Wilhelm Voigt zog sich eine Hauptmannsuniform an und befehligte einen kleinen Trupp Soldaten, die ihn nach Köpenick begleiteten und ihn dort bei einem Raub unterstützen. Voigt wurde schnell geschnappt, der Kaiser zeigte sich amüsiert und erließ ihm später einen Teil seiner Strafe.

1931 wurde der amerikanische Gangster Al Capone wegen Steuerhinterziehung eingebuchtet. Mehr war ihm nicht nachzuweisen. Am Mittwoch vor 150 Jahren übernahmen die USA den Bundesstaat Alaska, für den sie 7.2 Millionen US-Dollar bezahlt hatten. Auch das sollte sich als schlechtes Geschäft für Russland erweisen.

Am Donnerstag beginnt im Münchner MOC die zweitägige Augmented World Expo. Wir fragen uns erneut, warum Microsoft neben Augmented Reality und Virtual Reality nun die Welt mit dem neuen Begriff Mixed Reality beglücken muss. Dabei ist es so einfach: Bei VR sieht man eine komplett Computer-generierte Welt, bei AR wird unser Blick auf die Umwelt mit künstlichen Objekten überlagert. Das macht schon einen großen Unterschied, ob die Straße hinter dem eingeblendeten Tacho noch zu sehen ist.

Vor zwei Jahren fanden Forscher von der University of California Nachweise, dass das Leben auf der Erde bereits vor 4.1 Milliarden seinen Anfang fand, 300 Millionen Jahre früher als bisher gedacht. Viele Amerikaner halten das für dummes Zeugs. Die Erde sei vor rund 6000 Jahren erschaffen worden und bereits fünf Tage später bevölkert worden.

Am Freitag beginnt in Jena die dreitägige Veranstaltung FIfFKON, diesmal unter dem Motto "Trust". Das muss ich immer nachschlagen, um die korrekte Großschreibung nicht zu vermasseln: Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.

Am Freitag gibt es auch stets neue Alben. Diesmal fallen zwei auf: "Anthologie [Movie Themes 1974-1998]" fasst 25 Jahre des Lebenswerk von John Carpenter zusammen. Mit "Walk the Earth" gibt es ein neues Rockalbum von Europe. Europe? Einfach mal hier reinklicken. Es ist kein Rickroll, aber mindestens genauso schlimm. Die Arbeitswoche kann man dann am Freitagabend noch beschließen mit Apfeltalk Live. Dort spricht Michael Reimann voraussichtlich mit heise-online-Chefredakteur Volker Zota noch einmal über das aktuell größte Lego-Set des "Millennium Falcon“, das er gemeinsam mit c't und heise online am vergangenen Samstag live in unserem Studio in nach unserem Wissen Weltrekordzeit montiert hatte:

Nach 10 Stunden, 53 Minuten und 1 Sekunde war der 7541-teiligen Star Wars Millennium Falcon zusammengebaut.

Am Sonntag ist zwar der internationale Tag der Feststelltaste. Viel wichtiger erscheint aber das 55-jährige Jubiläum einer Fernsehansprache, in der US-Präsident John F. Kennedy seinem Volk mitteilte, dass auf Kuba russische Raketen stationiert seien. Die Kuba-Krise sollte die Welt für eine Woche in Atem halten. Die Konfrontation konnte friedlich beendet werden. Twitter gab es noch nicht und US-Präsidenten wussten sich in ganzen Sätzen auszudrücken.

[Update 16.10.2017 – 07:30 Uhr] Huaweis Vorstellung ist am Montag, das wurde berichtigt. (Volker Weber) / (vowe)

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