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innominate: Vom Linux-Dienstleister zur Security-Firma

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innominate, 1998 als Linux-Dienstleister gestartet, geht weiter auf dem Weg der inhaltlichen Konzentration. Mitte Dezember hatte das Berliner Unternehmen bereits seine Geschäftsstrategie geändert und dabei zwei Niederlassungen geschlossen sowie Mitarbeiter entlassen. Mit der neuen Geschäftsstrategie wollte sich innominate statt als allgemeiner Linux-Dienstleister als Spezialist für Sicherheit und Hochverfügbarkeit präsentieren.

Nun fällt einer dieser Bereiche dem Kostendruck zum Opfer: "Hochverfügbarkeit mit Linux ist zwar ein prestigeträchtiges Thema, aber es rechnet sich nicht, da der Markt noch sehr verhalten reagiert", erklärte Raphael Leiteritz, Gründer und CEO von innominate. Bei der momentan schwierigen Lage auf dem IT- und Kapitalmarkt, der dem Unternehmen wenig Freiraum lässt, seien eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in diesem Bereich nicht mehr finanzierbar. Das Geschäft mit Sicherheitslösungen hingegen entwickle sich sehr gut, daher werde man sich in Zukunft auf diesen Bereich konzentrieren.

Dabei will innominate zwar weiterhin seinen Schwerpunkt auf Linux- und Open-Source-Lösungen legen, aber Dogmatismus könne man sich nicht leisten: "Wenn es nötig ist, werden wir auch proprietäre Produkte einsetzen", erklärte Leiteritz gegenüber heise online. Allerdings sei Open Source im Sicherheitsbereich ein starkes Argument – einer der Gründe, warum sich innominate mit seinen Wurzeln in Open Source und Linux darauf konzentriere.

Gleichzeitig will sich innominate vom Service-Unternehmen mit einem Schwerpunkt im Projektgeschäft hin zum Produktanbieter entwickeln. Produkte wie die eigene Firewall-Lösung seien auf dem Markt gut angekommen. Dieser Wandel soll mit einem Stellenabbau um 40 Prozent in den nächsten Monaten einhergehen. Auch eine Schließung weiterer Standorte sei möglich, wenn auch noch nicht entschieden, meinte Leiteritz. (odi)