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"myLese": Lesezirkel führen Zeitschriften-App ein

Lesezirkel haben in Deutschland eine lange Tradition. Aber auch sie trifft der Wandel in der Medienbranche. Zu ihren Lesemappen kommt jetzt ein digitales Angebot hinzu.

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(Bild: dpa, Schierenbeck)

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Wer beim Arzt, Friseur oder in der Hotellobby sitzt, kann die ausliegenden Zeitschriften eines Lesezirkels künftig auch auf Smartphone oder Tablet lesen. Dazu startet der Verband Deutscher Lesezirkel die Vermarktung der App "myLese", die sich der Leser kostenlos für iOS und Android herunterladen kann. Mithilfe eines GPS-Trackings werden dann ausgewählte Sortimente in PDF-Version für den jeweiligen Warteraum freigeschaltet, wie der Verband am Dienstag mitteilte. "Unser Hauptgeschäft bleibt aber Print", sagte Verbandschef Günther Hildebrand.

Die rund 100 Lesezirkel in Deutschland haben insgesamt 320 Titel im Angebot. Wer eine Lesemappe mietet, bezahlt nach dem Prinzip: Je aktueller die Ausgaben, desto teurer ist das Sortiment. Die Verbandsmitglieder steigerten 2016 aufgrund von Preiserhöhungen ihren Umsatz um knapp ein Prozent auf 183,9 Millionen Euro. Durchschnittlich werden mehr als elf Millionen Leser pro Woche erreicht.

Seit 2013 war der Verband auf der Suche nach einem geeigneten digitalen Angebot. Die von zwei Lesezirkeln entwickelte "myLese"-App ist nach einem Pilottest schließlich zur als branchenweiten Lösung auserkoren worden. Nach den Geschäftskunden, die für die digitale Lesemappe eine Gebühr bezahlen, soll die App später auch privaten Beziehern von Lesemappen zugänglich gemacht werden. Allerdings seien noch technische Hürden zu überwinden, sagte Hildebrand.

myLese-App (iOS und Android) (7 Bilder)

iOS-Version

(Bild: App Store
)

(axk)