Österreichische BenQ Mobile CEE versucht Ausgleich

Die in Wien ansässige BenQ Mobile CEE GmbH versucht, sich durch einen Ausgleich zu retten und entlässt Mitarbeiter.

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Von
  • Daniel AJ Sokolov

Die in Wien ansässige BenQ Mobile CEE GmbH versucht, sich durch einen Ausgleich zu retten. Das Unternehmen koordiniert ein Drittel des weltweiten BenQ-Mobile-Absatzes. Am Montag wird am Handelsgericht der Ausgleich beantragt. Geschäftsführer Josef Forer verweist auf den positiven operativen Geschäftsverlauf. "Dennoch sind wir aufgrund der vorläufigen Insolvenz unseres Hauptlieferanten BenQ Mobile GmbH und Co OHG in Deutschland und fehlender rechtsverbindlicher Zusagen seitens BenQ Corporation mittelfristig nicht mehr in der Lage, unsere Geschäftstätigkeit in der bisherigen Struktur voll aufrechtzuerhalten."

Forer hofft, nach dem Ausgleich weiterhin BenQ-Handys vertreiben zu können, wenngleich in geringerem Umfang. Sein Unternehmen beschäftigt in Wien noch 43 Mitarbeiter und ist für den Vertrieb in Österreich und noch einem Dutzend weiterer Staaten in Südosteuropa verantwortlich. Außerdem koordiniert es den Vertrieb in der gesamten Region Osteuropa, Nahost und Afrika mit etwa 450 Mitarbeiten in 43 Ländern. Dieser Bereich fällt jedoch in der Bilanz direkt der niederländischen BenQ Holding B.V. oder der deutschen Gesellschaft zu.

Am gestrigen Freitag wurden 30 der 43 in Wien tätigen Mitarbeiter beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice zur Kündigung angemeldet. Der Umfang der Kündigungen an den anderen Standorten steht noch nicht fest. "Der Abbau von wertvollen Mitarbeitern ist sehr schmerzhaft, bedingt durch die geänderte Geschäftssituation ist es allerdings die einzige Chance, das Unternehmen längerfristig überlebensfähig zu machen", betont Forer. Die Siemens AG Österreich hat sich bereit erklärt, die österreichischen BenQ-Mobile-Mitarbeiter bei der Arbeitsplatzsuche bei Siemens selbst sowie am offenen Arbeitsmarkt durch Beratung zu unterstützen. (Daniel AJ Sokolov) / (bo)