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Österreichischer Registrarverband fordert Transparenz bei nic.at

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Eine Gruppe von Registraren von .at-Domains hat diese Woche den Registrarverband - Verband österreichischer Domainregistrare gegründet. Die neue Organisation sieht sich als Ergänzung zur ISPA (Internet Service Providers Austria) und will die rechtlichen und organisatorischen Beziehungen von Registraren mit nic.at, der Vergabestelle für .AT-Domains, verbessern. Die Gründungsmitglieder verwalten nach Verbandsangaben insgesamt rund 10 Prozent der über 400.000 .at-Domains, die über 300 weiteren Anbieter sind zur Mitgliedschaft eingeladen. Zum Präsidenten wurde der ehemalige nic.at-Geschäftsführer Herbert Vitzthum gewählt, der später als ICANN-Angestellter Koordinator aller Länderdomains (ccTLD) war. "Wir sind nicht gegen die nic.at", betonte Vitzthum gegenüber heise online, "die nic.at hat ihre Aufgaben technisch sehr gut gemacht. Und es gibt durchaus immer wieder gute Gespräche." Manchmal gäbe es aber Schwierigkeiten, bei denen gemeinsame Standpunkte der Registrare hilfreich wären.

Ursprünglich war die 1998 gegründete nic.at Internet Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. eine Tochter der ISPA. Ende 2000 wurde die Firma in die Internet Privatstiftung Austria eingebracht. Seither sei die Arbeit der nic.at intransparent, kritisierte Vitzthum. "Welche wichtigen Entscheidungen werden warum getroffen? Was passiert mit dem Gewinn?" Auch das Sperren von Domains durch nic.at und bestimmte Abrechnungen seien bisweilen nicht nachvollziehbar. Angebote für Einsichtnahmen bei Geheimhaltungsverpflichtung hätten die Registrare abgelehnt, sagte der Verbandspräsident: "Wir wollen uns nicht in die Geheimniskrämerei hineinziehen lassen, die Domainverwaltung ist eine öffentliche Angelegenheit. Die Intransparenz ist nicht notwendig. Ich bin sicher, dass die Leute gute Absichten haben. Und dann kann man ja auch offen darüber reden." (Daniel AJ Sokolov) / (Daniel AJ Sokolov) / (mw)

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