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re:publica 2019: Digitalkonferenz rückt die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt

Nachhaltiges Leben im Netz, in der Landwirtschaft oder bei der Müllentsorgung ist zentrales Thema der Digitalkonferenz. Alexander Gerst soll den Blick weiten.

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re:publica 2019: Digitalkonferenz rückt die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt

Den Abschluss der re:publica soll auch dieses Jahr das Umsonst-und-Draußen-Festival namens "Netzfest" bilden.

(Bild: Daniel Großjohann / re:publica)

Die Digital-Konferenz re:publica soll dieses Jahr vor allem das Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten in den Mittelpunkt rücken: Man werde sich etwa mit Klimaphänomen rund um die Welt sowie mit nachhaltiger Landwirtschaft, Müllentsorgung oder Informationstechnologie beschäftigen, erklärten die Macher bei einem Vorbereitungstreffen am Dienstag in der Berlin. Die Konferenz läuft dann vom 6. bis 8. Mai in der Hauptstadt.

"Nachhaltigkeit wird sich nicht nur im Programm widerspiegeln, sondern durch die gesamte Veranstaltungen ziehen und damit vor Ort erlebbar werden", versprechen die Organisatoren. Das Bundesumweltministerium werde als Partner der Veranstaltung zu "Gestaltungsfragen rund um Digitalisierung und Umweltpolitik wie Klima, Mobilität und Konsum" beitragen. Um smarte Lösungen in Kommunen werde es unter dem Aufhänger "Meine Stadt, deine Stadt, keine Stadt" gehen. Vor Ort würden nicht nur E-Roller eingesetzt, sondern auch ein Flugtaxi in Form eines Volocopters gezeigt.

Zu den weiteren Themenschwerpunkten zählen "Kultur & Digitalisierung" sowie "Emanzipation & Technik". Hier soll unter anderem dem Ruf nach mehr emanzipatorischen Inhalten im Internet und nicht-diskriminierender Künstlicher Intelligenz (KI) Rechnung getragen werden. Unter der inhaltlichen Klammer "Reality Check" werden sich die wieder erwarteten rund 9000 Teilnehmer ferner mit Trends an den Schnittstellen von Musik und Technologie beschäftigen können. Dazu kommen gesonderte Fachkonferenzen etwa über die von der re:publica selbst vorangetriebene "Festivalisierung von Veranstaltungen" oder "Digital Hemp - Hanf: das Öl des 21. Jahrhunderts".

Die ersten Hauptredner hat das Team, zu dem unter anderem die Macher der Blogs Netzpolitik.org und Spreeblick gehören, ebenfalls bekannt gegeben. Der Astronaut Alexander Gerst soll demnach "einen Blick auf die Erde aus dem All" werfen, EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager über die Einhegung der Internetgiganten reden. Auf den Bühnen stehen werden etwa auch der Aktivist und Science Fiction-Autor Cory Doctorow, der bereits zum Stammgast arrivierte US-Jurist und digitale Freiheitskämpfer Eben Moglen und die afrikanische Forscherin Nanjira Sambuli, die sich gegen die digitale Spaltung einsetzt.

Die Konferenz steht dieses Jahr unter dem Motto tl;dr: "too long; didn’t read". “Damit ist die dreizehnte Ausgabe unserer Veranstaltung dem Kleingedruckten gewidmet. Den Fußnoten", erläuterte re:publica-Mitgründerin Tanja Haeusler. Es gehe um die Kraft der Recherche, des Wissens und der Kontroverse. Erstmals wird das Programm nicht nur im früheren Packbahnhof "Station Berlin", sondern auch auf dem anschließenden Gelände und im Park des Deutschen Technikmuseums sowie in einem neuen Co-Working-Raum am Gleisdreieck stattfinden. Platz finden soll so auch die "Next Generation" in Form der eingemeindeten Jugendkonferenz Tincon für die 13- bis 21-Jährigen.

Den Abschluss bilden wird das zum zweiten Mal stattfindende "Netzfest" in Form eines kostenlosen Umsonst-und-Draußen-Festival für alle Interessierten und einem bunten "Rahmenprogramm für die ganze Familie". Das Gemeinschaftsticket für die re:publica und die parallele Media Convention Berlin (MCB), die sich beispielsweise der Ethik von Algorithmen oder Content-Strategien für die Netzgeneration widmen wird, schlägt mit 210 Euro zu Buche und ist damit etwas günstiger als im Vorjahr. Die "Business-Klasse" ist für 680 Euro zu haben. (axk)