Menü

re:publica: "Best of the Blogs" gekürt

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 13 Beiträge

Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle hat auf der Bloggerkonferenz re:publica in Berlin die Gewinner seines diesjährigen Wettbewerbs "Best of the Blogs" (BOBs) bekannt gegeben. Zum besten Weblog hat die Jury Ushahidi.com gekürt. Es thematisiert eine Applikation, die mit Hilfe von Daten von Mobiltelefonen, E-Mails und Social Networking Karten von Katastrophengebieten erstellt. Ushahidi wurde von Freiwilligen in Kenia vor etwa zwei Jahren gegründet.

Während der blutigen Unruhen nach der Präsidentschaftswahl dort teilten tausende Menschen per SMS oder E-Mail den Betreibern des Blogs mit, wo Kämpfe oder Annäherungen stattfanden, erläutert die Deutsche Welle. Die Zeugenaussagen wurden zusammen mit der Ortsangabe auf einer interaktiven Karte im Internet veröffentlicht. Das System wurde seitdem in weiteren Ländern und für weitere Themen eingesetzt, zum Beispiel, um es Menschen nach dem Erdbeben auf Haiti zu ermöglichen, ihren Aufenthaltsort und ihre wichtigsten Bedürfnisse anzugeben.

Die BOBs-Jury hat Preise in insgesamt 17 Kategorien vergeben, zum Beispiel für den besten Podcast, der diesmal an ein Tutorial ging, mit dem Cajun French gelernt werden kann. Das Französisch wird noch im Süden der USA gesprochen. Das beste Videoblog kommt aus Russland und zeigt ein animiertes böses Männlein, das eine Abneigung gegen die Menschen hat. Der Blogwurst Award geht an die "Blogs des Jenseits", eine Sammlung von fiktiven Internet-Tagebüchern, die von unterschiedlichen Persönlichkeiten der Weltgeschichte geschrieben werden, darunter Franz Kafka und Charles Darwin.

Die iranische Bloggerin, Journalistin und Frauenrechtlerin Zhila Bani Jaghob gewinnt den "Reporter ohne Grenzen Award". Mit dem Preis werden Blogs ausgezeichnet, die in besonderer Weise die Meinungsfreiheit fördern und die Bedeutung dieses Menschenrechts hervorheben. "Zhila Bani Jaghobs persischsprachiger Blog enthält aktuelle Informationen zur Lage im Iran und greift insbesondere soziale und frauenspezifische Themen auf. Zhila ist in ihrer Heimat eine Vorkämpferin für die Meinungsfreiheit", erklärte Lucie Morillon, Leiterin des ROG-Referates "Neue Medien" und Jurymitglied bei den BOBs. (anw)

Anzeige
Anzeige