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taz-Report: Mindestens 23 Mitarbeiter von Ausspähung betroffen

In einem ausführlichen Report zieht die Zeitung taz eine Bilanz des Ausspähskandal vom März vergangenen Jahres. Ein Redakteur hatte seine eigenen Kollegen mit einem Keylogger ausspioniert.

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USB Keylogger

Gut ein Jahr nach der Ausspähaffäre bei der "tageszeitung" rekonstruiert das Blatt in einem umfangreichen Report den Ablauf und die möglichen Motive. Demnach hatte ein Redakteur über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr mindestens 23 Kollegen ausgespäht, darunter 19 Frauen, vorwiegend Praktikantinnen.

Der Datendiebstahl richtete sich den Rechercheergebnissen der taz zufolge nicht gegen die Zeitung, sondern sei persönlichen Motiven gefolgt. Der Ex-Kollege, der kurz nach dem Vorfall untertauchte und nun in Südostasien lebt, äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

Gegen den Mann ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft. Die Zeitung hatte ihn angezeigt und ihm gekündigt, nachdem er im vergangenen Februar dabei beobachtet worden war, wie er einen Keylogger, der alle Tastatureingaben aufzeichnet, aus dem USB-Port eines Redaktionscomputers zog. Nach dem Vorfall hatte die taz Konsequenzen bei der internen Kommunikation gezogen. (Mit Material der dpa) / (anm)

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