teamwork erwartet im Sommer schwarze Zahlen

Der Paderborner IT-Dienstleister will trotz Insolvenzverfahrens und weiterer Verzögerung bei der Schuldenbegleichung im 3. Quartal schwarze Zahlen schreiben.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 8 Beiträge
Von

Die Paderborner teamwork information management AG will trotz Insolvenzverfahrens und weiterer Verzögerung bei der Schuldenbegleichung im dritten Quartal 2002 wieder schwarze Zahlen schreiben. Im ersten Quartal fuhr der Software-Dienstleister vor Steuern und Zinsen (EBIT) noch 0,77 Millionen Euro Verlust ein, teilte eine Unternehmenssprecherin gegenüber dpa mit. Nach einer ersten Kapitalerhöhung Anfang der Woche solle es aber noch eine weitere Erhöhung voraussichtlich im Juli geben. Zuvor müssten die Gläubiger aber noch einem geänderten Insolvenzplan zustimmen.

Im März hatte teamwork noch mitgeteilt, alle Schulden sollten bereits Anfang Mai beglichen sein. Bei der Erstellung des Insolvenzplanes sei es aber zu Verzögerungen gekommen, sagte die Sprecherin zur Entschuldigung für die weitere Verzögerung. Schon der Termin im Mai bedeutete eine Verschiebung des ursprünglich genannten Termins für die Schuldenfreiheit im ersten Quartal 2002. Das EBIT-Jahresergebnis wies noch Ende 2001 einen Verlust von 1,5 Millionen Euro auf. Bei den Umsatzzahlen im ersten Quartal übertraf der Konzern mit 2,1 Millionen Euro knapp die angepeilte Marke von zwei Millionen.

Das seit 1999 am Neuen Markt notierte Unternehmen beschäftigt derzeit im Gesamtkonzern 83 Mitarbeiter. 20 davon arbeiten bei der teamwork-Tochter in Großbritannien. Gegen teamwork, das auf IT-Dienstleistungen für Unternehmen spezialisiert ist, musste im Januar vergangenen Jahres das Insolvenzverfahren eröffnet werden, nachdem sich das Unternehmen Ende 2000 für zahlungsunfähig erklärt und hohe Verluste angekündigt hatte. (jk)