Über die Hälfte der deutschen Unternehmen nutzt Open Source

In einer Umfrage unter 600 IT-Entscheidern haben 59 Prozent der Befragten aus Deutschland erklärt, Open Source einzusetzen. Die Verbreitung von OSS ist damit in Deutschland höher als in Großbritannien und den USA.

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Von
  • Oliver Diedrich

Deutschland liegt vorne beim Einsatz von Open-Source-Software. In einer Umfrage unter über 600 IT-Entscheidern aus Deutschland, Großbritannien und den USA sowie Kanada gaben 59 Prozent der deutschen Teilnehmer an, OSS in ihrer Firma einzusetzen. In Großbritannien und den USA/Kanada verwenden weniger Unternehmen freie Software (48 und 38 Prozent).

Als größten Vorteil von Open Source sehen über 80 Prozent der Befragten das Fehlen von Lizenzgebühren. Weitere Motive für den OSS-Einsatz sind die höhere Flexibilität, der Zugang zum Quellcode, die Nutzung offener Plattformen und die Unabhängigkeit von proprietären Anbietern wie Microsoft. Als wichtigste Hindernisse nennen die Befragten das Fehlen von langfristigem Support und einer Freistellung von den Rechten Dritter, mögliche Inkompatibilitäten mit der existierenden IT-Infratruktur sowie mangelndes OSS-Know-how in der Firma. Dennoch überwiegen für über 60 Prozent der Befragten die Vorteile.

Nach der Studie des Business-Intelligence-Spezialisten Actuate fällt die Entscheidung für Open Source mittlerweile auf der Chefebene, in zwei Dritteln der Fälle durch die IT-Leiter, in einem Drittel durch die CIOs. Daraus und aus dem Umstand, dass über 70 Prozent der Befragten freie Software als bevorzugte Option bei der Einführung neuer Software ansehen, folgert die Studie, dass Open Source für viele Unternehmen zu einer strategischen Frage geworden ist. (odi)