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CES

Überarbeitete Origami-Oberfläche für UMPCs

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Microsoft demonstriert auf der CES eine erweiterte Benutzeroberfläche für UMPCs (Ultra Mobile PCs). Die Software-Suite Origami Experience 2.0 – Origami war Microsofts Codename bei der Entwicklung der kompakten Geräteklasse – soll die Bedienung der kleinen Mobilrechner vereinfachen.

Die komplett mit dem Finger per Touchscreen bedienbare Origami-Central-Oberfläche bestand bislang hauptsächlich aus einem Media-Center-ähnlichen Frontend für den Windows Media Player und einem Programm-Launcher. In der Neuauflage kommt ein spezieller Touch-Aufsatz für den Internet Explorer hinzu, der die wichtigsten Navigationselemente am oberen Bildschirmrand versammelt. Die wenigen Buttons sind groß genug, um beim Tippen mit dem Finger nur die gewünschte Schaltfläche zu treffen.

Mit Picture Password vereinfacht Microsoft das Einloggen bei gesperrter Oberfläche: Der Nutzer wählt auf einem Bild bis zu acht Objekte aus; nur bei einer korrekten Auswahl und Abfolge der Objekte gibt das Gerät die Bedienoberfläche wieder frei. Unter Origami Now fasst Microsoft acht Minianwendungen, von der Wettervorhersage bis zum Kalender, auf einem Bildschirm zusammen; die Widgets erinnern stark an die mit Windows Vista eingeführte Sidebar.

Ob Microsoft mit der Origami Experience 2.0 auch Optimierungen am zugrunde liegenden Windows Vista vornimmt, ist derzeit nicht bekannt. Die bislang erhältlichen UMPCs nerven den Nutzer beispielsweise häufig mit Fehlermeldungen, dass die Bildschirmauflösung zu gering sei und man sie doch bitte höher stellen möge – nur haben die kleinen Displays von UMPCs nun mal lediglich 800 × 480, maximal 1024 × 600 Bildpunkte. Schon für etliche Systemdialoge von Windows ist das zu wenig, man sieht dann die Schaltflächen am unteren Ende nicht.

Etliche UMPCs lassen sich zudem nur recht träge bedienen, was nicht zuletzt an der schwachbrüstigen Hardware und gering bemessenem Arbeitsspeicher (häufig nur 512 MByte) liegt. Performance-Optimierungen am leistungsfordernden Vista stünden den UMPCs also nicht schlecht zu Gesicht.

Microsoft will die Origami Experience 2.0 bis Mitte des Jahres fertigstellen. Das würde zu Intels Fahrplan der Menlow-Plattform passen: Der Chiphersteller will den extra für kompakte Mobilgeräte entwickelten x86-Prozessor Silverthorne samt passendem Chipsatz Poulsbo in der zweiten Jahreshälfte verkaufen, so dass dann komplett neue UMPCs auf den Markt kommen könnten. Mit den MIDs (Mobile Internet Devices) verstärkt auch Intel sein Engagement bei kompakten Mobilrechner; auf MIDs kann auch Linux statt Windows laufen. (mue)

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