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Übereifrige Spam-Blockliste sperrt Server4You-Adressen

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Die von Mail-Providern immer noch häufig genutzte Black-Liste SORBS führt seit einigen Tagen fälschlicherweise IP-Adressen als dynamisch, unter denen der Webhoster Server4You Server betreibt. Kunden, deren Mailserver unter einer solchen Adresse laufen, müssen damit rechnen, dass viele Mails in Spam-Filtern hängen bleiben.

Betroffen sind Teile des Adressbereichs 85.25.0.0/16. Wer sichergehen will, kann unter www.de.sorbs.net/lookup.shtml prüfen, ob die Adresse seines Servers bei SORBS gelistet ist. Server4You hat nach eigenen Angaben die Betreiber der Liste kontaktiert, aber offenbar noch nicht die Löschung aller falschen Einträge erreicht.

Viele Spam-Filter nutzen SORBS, um Mails von Servern mit dynamischen IP-Adressen auszusortieren, da sich dahinter häufig mit Malware infizierte Anwender-PCs verbergen, die von Spam-Versendern missbraucht werden. Das Verfahren ist aber nicht unumstritten, schließlich kann es auch ganz legitime Gründe geben, etwa an einem DSL-Zugang einen Mail-Server zu betreiben. Hinzu kommt, dass es gerade bei der SORBS-Liste schon öfter zu Pannen kam.

Ein Trick, mit dem sich Betreiber von Mail-Servern mit dynamischen IP-Adressen schon länger behelfen, erweist sich auch betroffenen Server4You-Kunden als nützlich: Man legt bei einem Mail-Provider wie GMX einen kostenlosen Account an, und trägt dessen Mails-Server bei sich als Smart-Host ein. Die Server der Mail-Dienste erlauben in der Regel Relaying, sofern zwei Bedingungen erfüllt sind: Der einliefernde Server meldet sich per SMTP-Auth mit einem gültigen Account an und seine Domain stimmt mit denen in den From:-Zeilen der Mails überein. Wer Skrupel hat, den Server eines Mail-Providers so zu nutzen, kann vielleicht sein Gewissen beruhigen, indem er einen wählt, der die SORBS-Liste nutzt. (ad)