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ver.di und Telekom starten neuen Einigungsversuch über Stellenumbau

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Die Gewerkschaft ver.di und die Deutsche Telekom haben die möglicherweise entscheidenden Gesprächsrunde über den geplanten Stellenumbau begonnen. Vor Beginn der Verhandlungen am Dienstag im rheinland-pfälzischen Maischoß signalisierte das Bonner Unternehmen Kompromissbereitschaft. Der kommissarische Personalchef und Verhandlungsführer der Telekom, Karl- Gerhard Eick, sagte, dass das Unternehmen bereit sei, an allen Themen etwas zu tun, um ver.di entgegen zukommen. "Der Vorschlag ist sehr konkret und sehr breit."

Man müsse nun sehen, wie die Vorschläge aussähen, sagte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder. Da die Telekom die Gewerkschaft zu den Gesprächen eingeladen habe, wolle der Konzern über den tariflichen Schutz für die rund 50.000 Mitarbeiter sprechen, die in die neuen Gesellschaften unter dem Dachnamen T-Service ausgelagert werden sollen. "Wir bestehen weiter auf einem Auslagerungsschutz", bekräftigte Schröder.

Am vergangenen Dienstag waren die Verhandlungen ohne Ergebnis ausgesetzt worden. Die Telekom will mit der Auslagerung ihre Kosten senken und die Servicequalität verbessern. So sollen die Mitarbeiter nach Konzernangaben zwölf Prozent weniger verdienen und eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf mindestens 38 Stunden akzeptieren. ver.di lehnt die Pläne ab und droht mit Streik.

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(dpa) / (jk)