Menü

x86-Technik für Netzwerkgeräte

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 45 Beiträge
Von

Intel will auch bei System on Chips auf x86-Kerne setzen.

Nun hat Intel den bereits auf dem Frühjahrs IDF 2007 erwähnten System on Chip (SoC) für Netzwerkgeräte Tolapai vorgestellt. Damit zeigt der CPU-Hersteller nach dem Abschied von Xscale wieder verstärkt Präsenz im Embedded-Markt für Netzwerkchips – diesmal jedoch nicht mit ARM- sondern mit x86-Technik. Im EP80579 steckt der Banias-Kern von Pentium M mit 256 KByte L2-Cache. Intel will die Chips mit 600 MHz bis 1,2 GHz Taktfrequenz ausliefern. Nach eigenen Angaben besteht das SoC aus mehr als 100 Millionen Transistoren. Der Umstieg von Pentium-M-Innenleben auf Atom-Technik soll erst 2009 erfolgen.

Das gesamte SoC mit Kryptoerweiterung "Quick Assist" – für MD5, AES oder Triple-DES – kommt auf eine TDP von 13 bis 21 Watt. Ohne Quick Assist liegt die Leistungsaufnahme bei 11,5 bis 19 Watt. Die Quick-Assist-Einheit soll mit bis zu 1,6 Gigabit pro Sekunde verschlüsseln. Externen Speicher bindet der EP80579 über ein 64-Bit-Interface mit ECC-Option an. Mit der Außenwelt kommuniziert er über je zwei SATA- und USB-Ports sowie drei Gigabit-LAN-Schnittstellen – für die noch externe Phy-Chips nötig sind. Acht PCIe-Lanes lassen sich auf bis zu zwei Verbindungen aufteilen (1x x8, 2x x4 oder 2x x1). Dazu kommen noch diverse serielle Schnittstellen wie 2x UART, 2x SMBus, 2x CAN-Bus und 36 I/O-Leitungen, um andere Hardware anzusteuern.

Die gelb unterlegte Verschlüsselungsfunktionb Quick Assist ist optional.

(Bild: Intel)

(bbe)