3D Drucker optimieren und Fehler beheben

Wellig, schief, nicht stabil … Das sind die Krankheitssymptome beim 3D-Druck. Dieser Gesundheitsberater hilft bei der Diagnose und macht Therapievorschläge.

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Inhaltsverzeichnis

Maker und Drucker haben oft eine völlig unterschiedliche Auffassung über die Form eines Druckobjekts. Was dem Mensch eine völlig ebene Fläche ist, produziert das Gerät vielleicht eher als Sieb. Oder 20 mm haben nicht immer die gleiche Länge. Aber wo steckt die Ursache für solche Fehlinterpretationen? Die zahlreichen Einstellmöglichkeiten im Gerät selbst und im Druckprogramm sind ein Buch, das für viele mehr als nur sieben Siegel hat.

Dabei sind die Ursachen häufig nur Kleinigkeiten, die schnell behoben sind. Beispiel gefällig? Da haben Sie den Drucker über Nacht mit einem mehrstündigen Auftrag beschäftigt, und am Morgen steht das Objekt nur halbfertig auf dem Druckbett, während der Drucker meint, er habe alles komplett gedruckt. Was kann passiert sein? Lösung (und lachen Sie nicht, das ist mir tatsächlich passiert): Das verwendete preiswerte Druckfilament war ziemlich schluderig aufgespult. Im Wickel gab es Knoten, die sich nicht mehr abspulen ließen. Dadurch gab es keinen Filamentnachschub mehr, der Drucker arbeitete "trocken" weiter, bemerkt das aber nicht, da er keinen Sensor dafür hat.

Kurzinfo

Darum geht’s

  • Die häufigsten 3D-Druckprobleme
  • Behebung der Ursachen
  • So finden Sie die optimale Drucktemperatur

Checkliste

  • Zeitaufwand: 1 bis 2 Stunden
  • Kosten: unter 5 Euro (für Materialverbrauch)
  • Feinwerkzeug: Schraubenzieher
  • Hardware: Computer
  • Messen: Multimeter mit Thermokopf

Material

  • Druckfilament

Downloads zum Artikel

Mit der optimalen Einstellung kann Ihr 3D-Drucker den vollbeweglichen Makey-Roboter in einem Stück drucken.

Wenn der Druck mittendrin aufhört, der Drucker aber weiter arbeitet, ist vielleicht nur das Filament auf der Spule verknotet.

Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen die häufigsten 3D-Krankheitssymptome und nennen Ihnen die Ursache sowie Therapievorschläge. Aber bitte beachten: Die Fehlermöglichkeiten zwischen Computer, Druckprogramm und Drucker sind so zahlreich, dass hier nicht sämtliche Wehwehchen und Ursachen aufgeführt werden können. Das würde ein dickes Buch füllen. Doch in den meisten Fällen werden Sie der Krankheitsursache auf die Schliche kommen. Im Folgenden verwenden wir Cura als Software-Beispiel, ähnliche Parameter gibt es auch in anderer Software.

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