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3D-gedruckt: Lautsprecherboxen mit perfektem Klang bauen

Mit 3D-Druckern fällt es endlich leicht, Lautsprechergehäuse in Eiform herzustellen – wegen ihrer akustischen Vorzüge eine Art heiliger Gral unter Audiophilen.

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Inhaltsverzeichnis

Nachdem ich 20 Jahre lang Lautsprecherboxen und Verstärker gebaut habe, bin ich letztes Jahr zum 3D-Druck gekommen. Ob man damit ein gutes Lautsprechergehäuse bauen kann? Als ich einmal bei einem Freund erlebt habe, wie stabil seine im 3D-Druck gefertigten Teile sind, hatte ich genug Inspiration, um es auf einen Versuch ankommen zu lassen.

Das Ergebnis: ein Paar gut aussehende Boxen, die wirklich ausgezeichnet klingen – ohne scharfe Kanten, die die Ausbreitung der Schallwellen im Gehäuse behindern könnten. Im Hifi-Umfeld waren die „Eier“ schon immer eine Art heiliger Gral unter den Lautsprecherboxen, aber auf herkömmlichem Weg sind sie nicht einfach zu bauen. Dank 3D-Druck geht das heute viel einfacher.

Kurzinfo

  • Audiophile Lautsprecherboxen selber drucken
  • Druckdateien für Chassis von 3 bis 5 Zoll

Checkliste

  • Zeitaufwand: 24 bis 48 Stunden für den Druck, Montage 2 bis 4 Stunden
  • Kosten: ab 80 Euro pro Paar
  • 3D-Druck: FDM-Drucker, falls der Bauraum nicht reicht, 3D-Dateien teilen (siehe Anleitung unter „Mehr zum Thema“)
  • Löten: einfache Lötarbeiten

Material pro Lautsprecher

  • Teile aus dem 3D-Drucker Download hier, benötigen etwa 700–800 Gramm PLA und etwas flexibles Material für die Füße
  • Lautsprecherchassis 4Ω, koaxial, 3 bis 5 Zoll je nach gewünschter Boxengröße
  • Lautsprecherdichtband 50cm lang, etwa MDM-5
  • 2 runde Lautsprecherklemmen 4mm, goldplattiert, Bezugsquelle siehe Link
  • 4 kurze Rundkopfschrauben 3,5mm, zur Lautsprechermontage
  • Lautsprecherkabel 2 × 2,5mm2, max. 30cm lang
  • Schaumgummi zum Dämmen 10mm dick, 15cm × 10cm

Werkzeug

  • FDM-3D-Drucker mit Bauraumgröße von 15cm × 15cm × 20cm für das 3-Zoll-Modell bis 25cm × 25cm × 30cm für 5-Zoll-Modell
  • Lötkolben und Lötzinn
  • Bohrmaschine oder Handbohrer, Bohrer mit 5mm Durchmesser
  • Gewindebohrer 3mm
  • Schraubendreher
  • Sekundenkleber
mehr anzeigen

Ich musste erst eine Menge über die richtigen Infill-Einstellungen lernen, bis ich wusste, wie man einen Luftspalt zwischen die innere und äußere Gehäusewand bekommt. Das bringt eine Menge: Der Luftspalt dämpft den Innendruck, sodass die Außenwand weniger stark in Resonanz gerät als eine einfache massive Gehäusewand. Die Materialauswahl und die Wandstärke sind auch die größten Faktoren, wenn es darum geht, ein Maximum an Schalldruck in den Abhörraum zu lenken.

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