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AMD Ryzen 3000 undervolten: Wie man es macht und was es bringt

CPUs mit geringerer Spannung zu betreiben verspricht weniger Stromverbrauch und weniger Krach. Bei AMDs Ryzen 3000 wird die Sache allerdings kompliziert.

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(Bild: c't)

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Undervolting ist der heilige Gral der PC-Bastler: Die Prozessorspannung senken, damit die Leistungsaufnahme reduzieren und dennoch keine Abstriche bei der Performance machen. Durch die geringere Abwärme drehen die Lüfter unter Last langsamer und damit leiser. Klingt zu gut um wahr zu sein, lässt sich aber mit ein paar bedachten Einstellungen bei den meisten Prozessoren tatsächlich umsetzen. Aktuelle Prozessoren passen je nach Auslastung und Taktrate die Spannung selbständig an. Mittlerweile für jeden Kern einzeln und das in immer feineren Abstufungen. Ryzen-CPUs von AMD verändern beispielsweise ihre Spannung quasi stufenlos und passen sie dank zahlreicher Sensoren je nach Güte der Kerne und der aktuellen Kühlung an.

Beim Ryzen 3000 hat AMD das System weiter verfeinert, so dass die CPU-Kerne immer möglichst nah an ihrem Optimum laufen. Das haben wir bereits beim Übertakten der dritten Ryzen-Generation festgestellt: Selbst mit deutlich höheren Spannungen und Heraufsetzen der Power Limits ist insbesondere die Single-Thread-Leistung kaum zu steigern. Doch wie groß ist das Potenzial nach unten und lassen sich mögliche Reserven zum Stromsparen nutzen?

Für unsere Untersuchungen nutzen wir einen Ryzen 7 3800X mit acht Kernen, die mit 3900 MHz Basistakt und maximal 4500 MHz Boost-Takt und spezifiziert sind. Die TDP liegt bei 105 Watt und damit deutlich über den 65 Watt TDP des kleineren und nur wenig langsamer taktenden Bruders 3700X. Den 3800er etwas sparsamer zu machen, bietet sich da durchaus an. Als Mainboard kommt ein Gigabyte X570 Auros Master mit BIOS-Version F7b zum Einsatz. Das BIOS basiert auf AMDs Programmbibliothek AGESA 1.0.0.3 ABBA, die diverse Verbesserungen am Taktverhalten des Prozessors bringen soll.

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