Aerosol-Ampel bauen: ESP8266 warnt vor Aerosolen, Feinstaub und Gestank

Treffen in Corona-Zeiten ­verpflichten zum Lüften, da sich das Virus über Aerosole verbreitet. Der WLAN-­Sensor AeVOC warnt, wenn es Zeit zum Lüften wird.

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Von
  • Pina Merkert
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Aerosole sind in aller Munde. Leider. Die winzigen Tröpfchen transportieren nämlich auch Coronaviren und sind daher für die meisten Ansteckungen mit Covid-19 in Innenräumen verantwortlich. Häufiges Lüften hilft, die Konzentration der Tröpfchen niedrig zu halten. Leider vergisst man aber schnell, die Fenster aufzureißen und die möglicherweise ansteckenden Tröpfchen reichern sich an. Ein Sensor, der misst und warnt, könnte daran erinnern.

Es gibt aber leider keine Sensoren, die Aerosol-Konzentrationen direkt messen. Deswegen empfehlen Aerosol-Experten oft CO2-Sensoren, um die Raumluft zu überwachen. In einem Raum mit wenigen Pflanzen sollte nämlich auch die CO2-Konzentration steigen, wenn sich durch Atemluft die Aerosole anreichern. Die Make hat einen sehr günstigen CO2-Sensor gebaut, der ab 1000 ppm warnt . Das ist die aktuelle Grenzwert-Empfehlung des Umweltbundesamts.

Auch wenn CO2 und Aerosole in den meisten Fällen stark korreliert sind, gibt es dennoch keine Hinweise, dass just 1000 ppm CO2 die magische Grenze darstellen, unter der es keine Corona-Ansteckungen gibt. Die Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungspapiers von Aerosol-Experten zeigen, dass sich innerhalb von Minuten eine kritische Menge Tröpfchen anreichern kann. Zu wissen, ob gerade mehr Aerosole als üblich im Raum schweben, würde aber bei aller Unwissenheit um genaue Grenzwerte trotzdem helfen.

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