Alternative Stromversorgung für den Raspberry Pi 4

Es muss kein Steckernetzteil sein: Der Raspi 4 lässt sich auch via USB-C von einem iPad, aus dem Netzwerk oder über den GPIO-Anschluss mit Strom versorgen.

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Der Raspberry Pi 4 ist das bislang stromhungrigste Modell der Raspi-Familie, je nach Erweiterungen und angeschlossener Peripherie sind es bis zu 15 Watt Dauerlast, die der Mini-Rechner benötigt. Diese 15 Watt sind aber keine harte Grenze. Schließt man etwa eine externe Festplatte an, kann der Strombedarf noch darüber hinaus gehen, genau wie bei kurzzeitigen Lastspitzen. Die meisten Steckernetzteile reagieren auf solche Lastspitzen mit einem kurzzeitigen Einbrechen der Versorgungsspannung, was der Raspi mit einer blinkenden oder verlöschenden roten LED und einer Drosselung der CPU quittiert – und so meist einen Absturz des Betriebssystems vermeiden kann.

Bei älteren Raspi 4 können ausgerechnet leistungsstarke USB-C-Netzteile und hochwertige USB-C-Kabel dazu führen, dass der Raspi im Zweifel gar keinen Strom bekommt. Schuld daran ist ein Schaltungsfehler in der ersten Fertigungsserie. Wie Sie solche Raspis erkennen, steht in der FAQ. Einfacher ist, ein billiges USB-C-Kabel für unter 10 Euro zu benutzen, das keine integrierten Chips besitzt, oder auf das Original-Netzteil der Raspberry Pi Foundation zurückzugreifen.

Raspberry Pi: Grundlagen

Es ist aber auch möglich, den Raspi über den GPIO-Anschluss zu versorgen. Die vergleichsweise niedrige Versorgungsspannung von nominell 5 Volt sorgt allerdings dafür, dass dünne Stromkabel zum Flaschenhals werden. Bei 3 Ampere und mehr kommt es schnell zu einem erheblichen Spannungsabfall, weshalb wir Litzen mit mindestens 0,75 mm² Leitungsquerschnitt empfehlen, damit der Raspi nicht einen Gang zurückschaltet. Mit folgendem Befehl im Terminal können Sie jederzeit nachsehen, ob es aktuell ein Versorgungsproblem gibt oder seit dem letzten Neustart gab:

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