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Android-Smartphone als Zeit-Server im Netzwerk

Bei Problemen mit Zeitservern verweigert die Bank den Online-Zugang und die Heimautomation spielt verrückt. Dagegen kann ein Android-Handy helfen.

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Die meisten vernetzten Geräte gleichen ihre Uhrzeit mit Servern im Internet über das Network Time Protocol ab (NTP). Das ist ein oft unterschätzter Schwachpunkt, denn die Internet-Verbindung kann ausfallen und zudem lassen sich NTP-Pakete leicht fälschen. Beispielsweise kann das Python-Programm Delorean die Zeit im Netzwerk nach Belieben verstellen.

Stellt man damit die Uhr einige Tage vor, scheitern Internet-Anwendungen, die die aktuelle Zeit voraussetzen. Das sind beispielsweise verschlüsselte Verbindungen auf TLS-Basis – also etwa der Zugang zur Online-Bank, die VPN-Verbindung zur Filiale, Downloads von Aktualisierungen, Zugriffe auf Online-Shops und so weiter. Denn vor dem Verbindungsaufbau prüfen die Gegenstellen die Gültigkeit ihrer TLS-Zertifikate auf Basis der aktuellen Uhrzeit.

Aber auch der bloße Ausfall der Zeitsynchronisation etwa wegen Kabelschaden kann unliebsame Folgen haben. Das Ausmaß hängt davon ab, wie allergisch eine Software auf eine falsche Zeit reagiert. Beispielsweise löschen Backup-Programme vermeintlich veraltete inkrementelle Backups oder Aufräum-Skripte tilgen veraltet scheinende Log-Dateien.

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