Anleitung: Günstige Fräse von USB- auf WLAN-Steuerung umbauen per ESP8266

Die kleine Fräse CNC3018 ist ein nützliches Werkzeug. Das USB-Kabel zum steuernden Computer kann man durch eine WLAN-Verbindung per ESP8266-Modul ersetzen.

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Von
  • Heinz Behling
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Laut ist sie, die kleine Fräse. Da möchte man sie nicht unmittelbar neben dem PC-Arbeitsplatz aufstellen. Doch das zur Verbindung erforderliche USB-Kabel darf nicht beliebig lang sein. Meist ist bei 5 bis 10m Länge Schluss mit der sicheren Datenübertragung. Und außerdem liegt die Strippe immer irgendwo im Weg. Zwar kann man der Fräse die Steuerdateien auch per Speicherkarte übergeben. Dann jedoch lässt sich das Heightmapping, also die Korrektur unebener Fräsplatten durch die Steuersoftware, nicht mehr anwenden. Womit wir wieder beim Kabel wären.

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Die Fräse selbst wird über eine serielle Schnittstelle gesteuert, die per Chip onboard auf einen USB-Anschluss geschaltet ist (so machen es auch die meisten 3D-Drucker). Von dort gehen die Daten per Kabel an die USB-Buchse des steuernden Computers, wo wiederum ein Treiber die Daten auf einem COM-Port für die Steuersoftware zur Verfügung stellt.

In diesem Artikel soll diese Verbindung zwischen den beiden seriellen Schnittstellen per WLAN hergestellt werden. Die serielle Schnittstelle der Fräse wird dazu auf ein ESP8266-Modul geführt. Das sendet und empfängt die Daten per WLAN an den steuernden Computer, in dem eine Treiber-Software den seriellen Datenverkehr aus dem WLAN auf einen virtuellen COM-Port umleitet. Für die steuernde Software (in diesem Fall GRBL-Controller bzw. Candle) ändert sich dadurch nichts außer der Nummer des von ihr anzusteuernden COM-Ports.