Anleitung: Raspi als mobiles VPN-Dongle einrichten und einsetzen

Ein VPN ist im Homeoffice kaum noch verzichtbar. Ein Raspberry Pi 4 als USB-Dongle bringt den Rechner schnell und vom Heimnetz isoliert ins Firmennetz.

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(Bild: Andreas Martini)

Von
  • Mirko Dölle
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Homeoffice-Arbeitsplätze mit VPN-Tunnel ins Firmennetz sind für Admins riskant: Angreifer können die mitunter schlecht gesicherten Heimnetze ausnutzen, um die Rechner als Brückenkopf zum Angriff auf interne Firmensysteme zu missbrauchen. Auch die Einrichtung der VPN-Tunnel ist nicht jedem Anwender zuzumuten. Der Raspberry Pi ist eine günstige und gleichzeitig einfach anzuwendende Alternative, um Arbeitsrechner im Homeoffice mit dem Firmennetz zu verbinden und gleichzeitig vom Heimnetz des Mitarbeiters zu isolieren.

Die von uns entwickelte Lösung des Raspi als "VPiN" nutzt aus, dass der USB-C-Anschluss des Mini-Rechners nicht nur zur Stromversorgung dient, sondern auch die Datenleitungen des USB-2.0-Ports beschaltet sind. Damit kann der Raspi 4 verschiedene USB-Peripheriegeräte emulieren, wenn Sie ihn an einen PC oder an ein Notebook anschließen. Sollte im Einzelfall die Stromversorgung über einen USB-Anschluss des Rechners nicht ausreichen, können Sie mit einem Y-Kabel wie dem DeLock 83176 zwei USB-Ports gleichzeitig anzapfen.

Sie benötigen lediglich einen Raspberry Pi 4 mit 2 GByte RAM und einem Gehäuse, das lüfterlos für eine ausreichende Kühlung sorgt – etwa das "Aluminiumgehäuse mit Kühlfunktion" von Joy-it für 12 bis 15 Euro. Zusammen mit einer 16 GByte großen MicroSD-Karte kommt man so auf etwa 60 bis 70 Euro. Sie benötigen nicht einmal ein Netzteil. Man steckt im einfachsten Fall das Netzwerkkabel des Arbeitsrechners an den Raspi und schließt stattdessen den Raspi als USB-Netzwerk-Adapter an.

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