Apple AirTag am Fahrrad: Versteckte Montage mit Gadgets unter 25 Euro

Fünf Radbefestigungen im Test

Inhaltsverzeichnis

Dieses Set schraubt man an der Oberseite des Ahead-Steuersatzes an. Dabei handelt es sich um die Konstruktion, die den Vorbau mit der Lenkerhalterung über ein Rohr mit der Gabel verbindet. Damit es passt, muss das Rohr einen Durchmesser von 31,8 mm aufweisen. Das ist beispielsweise bei vielen Mountainbikes der Fall. Für die Installation löst man die Spannschraube vom Steuersatz und entfernt den Spanndeckel. Diesen ersetzt man mit dem AirTag-Behälter auf Metallbasis und befestigt ihn mit der mitgelieferten Inbus-Schraube. Nun legt man die kleine Dichtung in den Behälter, packt das AirTag rein und schraubt es mit dem Deckel zu. Das Set macht einen soliden Eindruck. Leider ist der Deckel mit seinem Muster ziemlich auffällig und könnte die Blicke von misstrauischen Dieben auf sich ziehen.

Hersteller: Nicedack

Preis: 20 €

benötigtes Werkzeug: Inbus-Schlüssel (nicht enthalten)

Montageaufwand: +

Tarnung: -

Diese Halterung ist die günstigste und flexibelste in diesem Vergleich. Den Tracker steckt man in eine Silikonhülle. Im Anschluss befestigt man das Set mit der Strippe nach dem Kabelbinder-Prinzip an einer geeigneten Stelle am Rad. Das kann versteckt am Rahmen oder unter dem Sattel sein. Das Ganze funktioniert ohne Werkzeug und ist in wenigen Minuten erledigt. Ob die Hülle einem Dieb auffällt, hängt vom Installationsort ab. Dieser kann aufgrund von verschiedenen Fahrradtypen individuell ausfallen. Hier sollte man kreativ werden.

Hersteller: Gscree

benötigtes Werkzeug: keins

Montageaufwand: ++

Tarnung: -

Die Sattelhalterung stammt aus einem industriellen 3D-Drucker (Raise3D) und ist aus witterungsbeständigem ASA-Kunststoff gefertigt. Die Halterung gewinnt keinen Schönheitspreis, was für die verstecke Montage aber auch nicht wichtig ist. Das AirTag in der Halterung schützt ein Deckel. Um die Batterie zu wechseln, kann man diesen mit einem Schlitzschraubendreher wieder öffnen. Die Konstruktion hängt man direkt in die Sattelhalterung unter den Sattel. Das hat bei uns im Test mit zwei verschiedenen Halterungen problemlos geklappt, war aber zum Teil etwas frickelig. Damit das Ganze während der Fahrt nicht abfällt, sollte man die Konstruktion mit den mitgelieferten Kabelbindern festziehen.

Hersteller: GaGo

Preis: 14 €

benötigtes Werkzeug: keins

Montageaufwand: =

Tarnung: +

Die Basis dieser Halterung ist eine Aluminiumlegierung inklusive Dichtungsring. Der Deckel ist aus robustem Kunststoff, insgesamt fühlt sich das AirTag-Versteck stabil an. Die Halterung findet am Fahrradrahmen an der Stelle Platz, an der man auch eine Flaschenhalterung montiert. Die passenden Inbus-Schrauben und der -Schlüssel sind mit dabei. Wer seinen Tracker so installieren will, sollte überlegen, darüber noch eine Flaschenhalterung zu montieren. Ansonsten fällt das AirTag-Versteck als Fremdkörper am Rahmen schnell ins Auge.

Hersteller: Supmega

Preis: 14 €

benötigtes Werkzeug: Inbus-Schlüssel (enthalten)

Montageaufwand: +

Tarnung: =

Die AirBell ist das smarteste AirTag-Versteck in diesem Vergleich, aber auch das teuerste. Um die Klingel zu öffnen, schraubt man die Oberseite mit dem beiliegenden Schlitz-Schraubendreher auf. Das klappt erst mit etwas Übung gut. Außerdem muss man aufpassen, dass man den Schraubschlitz der Plastikkonstruktion nicht zu dolle ausfranst. Nach der Platzierung schließt man die Klingel wieder und schraubt die Halterung wie eine normale Klingel mit einem Kreuz-Schraubendreher an die Lenkerstange (Durchmesser 22 mm).

Hersteller: AirBell

Preis: 25 €

benötigtes Werkzeug: Schlitz-Schraubendreher (enthalten), Kreuz-Schraubendreher (nicht enthalten)

Montageaufwand: +

Tarnung: ++

Mit Apple AirTags trackt man auch Fahrräder in vielen Fällen verlässlich und findet sie wieder. Da weltweit mittlerweile rund 1,8 Milliarden Apple-Geräte unterwegs sind, sollte das Auffinden vor allem in Städten sehr wahrscheinlich sein.

Trotz Tracker kommt man Dieben aber nicht immer auf die Spur: Wenn das Rad in einem Keller steht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein iPhone-Besitzer daran vorbeiläuft, signifikant geringer als auf offener Straße. Auch wenn man in so einem Fall das Haus ausfindig macht, soll man dann bei allen Bewohnern klingeln und die Keller durchsuchen? Wenn man zumindest Zugang zum Kellerflur bekommt, könnte man ein gestohlenes Rad innerhalb der Räume, wie unser Versuch gezeigt hat, durchaus via UWB durch eine Wand orten.

Am besten hat uns die Installation in der Klingel gefallen – die Idee ist schon ziemlich smart. Das lässt sich der Hersteller mit 25 Euro aber auch teuer bezahlen. Eine normale Klingel dieser Bauart kostet nur einen Bruchteil des Preises.

Insgesamt sind Tracker eine erfolgversprechende Möglichkeit, ein geklautes Fahrrad wiederzufinden. Vor allem für teure Zweiräder lohnt sich diese je nach Wahl nicht allzu kostspielige Option der möglichen Wiederbeschaffung.

(des)