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Arduino, ESP32 und Pi als Radiosender

Mit Arduino, Pi und Co. lassen sich mit Leichtigkeit Funksignale erzeugen, die jedes Radio empfangen kann. Wir erklären, worauf Sie achten müssen.

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Inhaltsverzeichnis

Vor mehr als 100 Jahren war es noch eine hohe Kunst, hochfrequente Schwingungen zu erzeugen und Energie per Antenne durch den Äther (nein, nicht wirklich) zu Empfängern zu schicken. Auch heute noch ist der Aufbau hochfrequenter analoger Schaltungen für viele Einsteiger eher abschreckend. Doch mit den Fähigkeiten moderner Mikrocontroller kann man auch hochfrequente Signale erzeugen und mit Musikdaten modulieren, die ein herkömmliches Radio empfangen und wiedergeben kann. Nützlich kann dies beispielsweise sein, um Opas nur mittelwellentauglichen, aber optisch bestechenden Empfänger wieder Musik spielen zu lassen – ohne Eingriffe in sein Innenleben.

Das funktioniert in den meisten Fällen sogar ohne zusätzliche externe Bauelemente, ein Draht als Antenne an einem Mikrocontrollerausgang genügt. Allein durch geschickte Programmierung der Taktgeneratoren, Timer, Counter und Interrupts lässt sich ein kleiner Rundfunksender realisieren. Wir zeigen vier Beispiele, wie leicht man das nachbauen kann. Ein paar Grundlagen und etwas Historie vorab können zum Verständnis der Technik und der Projekte sicherlich nicht schaden.

Kurzinfo

  • Grundlagen Funktechnik
  • Amplituden- und Frequenzmodulation verstehen
  • Eigene Sender bauen

Checkliste

  • Zeitaufwand: eine Stunde
  • Kosten: etwa 6 bis 40 Euro
  • Programmieren: C/C++
  • Elektronik: kleiner Schaltungsaufbau

Material

  • Raspberry Pi 3B+
  • ESP32
  • Adafruit Feather Express
  • Arduino Uno/Nano
  • Breadboard
  • Jumper
  • Draht für Antenne
  • 2 Widerstände 47 Kiloohm
  • 1 Elko 1µF
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Radiowellen sind elektromagnetische Wellen, die sich von einem Sender ausbreiten. Anfangs erzeugte man sie durch Hochspannungsgeneratoren, die genügend Spannung lieferten, um zwischen zwei voneinander entfernten Elektroden einen Funkenüberschlag zu erzeugen. Daher rührt auch der Name Funktechnik, weil tatsächlich früher die Funken flogen. Je nach Dimensionierung des Generators (Kondensatoren und Spulen bilden einen Schwingkreis) erzeugte der Funken im Schwingkreis eine abklingende elektromagnetische Schwingung auf einer bestimmten Frequenz, die über eine Antenne abgestrahlt wurde.

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