Astrofotografie: Detailstarke Mondbilder dank Videostacking

Knackscharfe Mondbilder entstehen, wenn Sie mehrere Einzelbelichtungen kombinieren. Zeiteffizient arbeiten Sie mit Videos. Profi-Ausrüstung brauchen Sie nicht.

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4K-Videostack mit der Pentax K3 Mark III und dem Opteka-Schiebezoom,

4K-Videostack mit der Pentax K3 Mark III und dem Opteka-Schiebezoom

Von
  • Peter Mein
Inhaltsverzeichnis

Jeder, der schon einmal versucht hat, den Mond zu fotografieren, wird vom Ergebnis wahrscheinlich enttäuscht gewesen sein. Was durch den Sucher knackscharf und sehr detailreich aussieht, wirkt auf dem Bild aus der Kamera dann wie "weichgespült". Viele kleinere Details wie Mondkrater sind nicht mehr zu erkennen.

Astrofotografie für Einsteiger bis Fortgeschrittene

Ursache hierfür ist die Luftunruhe, die man als "Wackeln" oder "Wabern" wahrnehmen kann. Es scheint beinahe so, als betrachte man den Mond durch die heißen Abgase eines Schornsteins hindurch. Tatsächlich ist der Effekt tatsächlich vergleichbar. Hervorgerufen wird er durch die Temperaturschwankungen in der Atmosphäre. Diese bringen übrigens auch die Sterne am Nachthimmel zum Funkeln.

Aus einem Einzelbild wird man selbst mit intensivster Nachbearbeitung nicht mehr viel herausholen können. Doch wenn man die Information aus mehreren Aufnahmen kombiniert, lassen sich selbst mit einfachen Mitteln beeindruckende Ergebnisse erzielen. Besonders schnell sammelt man die einzelnen Belichtungen mithilfe eines Videos. Die Auflösungen moderner Kameras liegen hier längst bei 4k und mehr. Ein Frame eines 4k-Videos besitzt eine Auflösung von 3840 beziehungsweise 4096 mal 2160 Pixeln. Das entspricht immerhin einem 8-Megapixel-Bild. Für detailstarke Mondfotos reicht das locker aus.