Autark mit Solarstrom: Photovoltaik-Anlagen als Backup

Eine Photovoltaik-Anlage nebst Batteriespeicher schützt nicht automatisch vor einem Stromausfall. Entscheidend ist der passende Wechselrichter.

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(Bild: MAXSHOT.PL / Shutterstock.com)

Von
  • Eva Augsten
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Stromausfälle sind in Deutschland selten und meistens kurz: Etwa zwölf Minuten blieb im Jahr 2019 im Durchschnitt der Strom weg. Diese Kennzahl, der SAIDI-Index (System Average Interruption Duration Index) schließt auch geplante Reparaturen ein – die Dauer der tatsächlichen Ausfälle ist also noch geringer. Weil der SAIDI-Index weltweit standardisiert ist, kann man leicht sehen, dass Deutschland im Vergleich sehr gut dasteht. Zum Vergleich: In den USA betrug die Ausfallzeit fast fünf Stunden.

Dennoch steigt das Interesse an Stromautarkie – auch in Form von Notstromanlagen. "Vier von fünf Photovoltaik-Kunden fragen heute nach irgendeiner Form von Notstrom-Systemen“, so Tobias Bebst, Leiter Kundenservice beim Energiesystem-Anbieter Wegatech, der nach eigenen Angaben jährlich etwa 1500 Photovoltaik-Anlagen plant und installiert. Für den Kauf einer solchen entscheide sich inzwischen etwa jeder Fünfte, so Bebst – einer der Trends bei Photovoltaik.

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Entgegen der landläufigen Meinung schützt eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher nicht automatisch vor einem Stromausfall – bei einem Netzausfall schalten sich viele Anlagen ebenfalls ab. Wir zeigen, woran das liegt und worauf Sie bei der Planung einer neuen Photovoltaik-Anlage oder einer nachträglichen Erweiterung achten sollten.