Automatisierte Dateiverwaltung für macOS mit Hazel

Viele Files landen unsortiert mit kryptischem Namen im Downloads-Ordner und sind schwer wiederzufinden. Statt manuell für Ordnung zu sorgen, helfen diese Tipps.

Lesezeit: 20 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 2 Beiträge
, Bild: phonlamaiphoto, stock.adobe.com

(Bild: Bild: phonlamaiphoto, stock.adobe.com)

Von
  • Christian Kirsch
Inhaltsverzeichnis

macOS bietet mit seinen Ordneraktionen zwar von Haus aus eine Automatisierungsmöglichkeit, die Aktionen muss man aber wenig komfortabel mit AppleScript oder dem Automator erstellen. Komfortabler gelingt das mit dem englischsprachigen Programm Hazel (39 €). Es überwacht ebenfalls beliebige Ordner auf eintreffende Dateien und führt vielfältige Aktionen auf ihnen aus, die man sich mit der Maus zusammenklickt. Zudem kann man Regeln auch manuell anstoßen, um ältere, bereits vorhandene Dateien nachträglich zu verarbeiten.

Bevor wir Ihnen an einigen Beispielen die Arbeit mit Hazel zeigen, eine Warnung: Änderungen, die das Programm vornimmt, sind nur mühsam oder gar nicht wieder rückgängig zu machen. So packt etwa die Aktion „Move to Trash“ Dateien erwartungsgemäß in den Papierkorb. Jedoch fehlt dort dann im Kontextmenü die Option „Zurücklegen“, da diese nur bei manuell im Finder gelöschten Dateien verfügbar ist. Versehentlich in den Mülleimer beförderte Datei lassen sich also schwierig wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückschieben (es gibt aber einen Trick, den wir weiter unten verraten). Ähnlich sieht es bei missglückten Namensänderungen aus, die Sie möglicherweise nicht wieder rekonstruieren können.

Unsere Beispiele sollten Sie deshalb zunächst nur mit einer Kopie des Downloads-Ordners durchspielen. Die lässt sich leicht aus dem Original wiederherstellen, falls eine fehlerhafte Hazel-Regel unerwartet Dateien beseitigt oder verändert. Unter „Help > View Logs“ können Sie nachträglich sehen, welche Dateien durch welche Regeln bearbeitet wurden.