Backup- und Archivierung: Strategien für Fotografen

Liegt das Fotoarchiv nur auf einer Festplatte, kann ein Defekt verheerende Folgen haben. Tipps für eine sichere, nachhaltige Verwaltungs- und Backupstrategie.

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Von
  • Julian Eichhoff
Inhaltsverzeichnis

Wer viel fotografiert, kennt die Situation. Nach jedem Shooting kommt man mit einer prall gefüllten Speicherkarte nach Hause und selbst nach dem Sortieren und Löschen des Ausschusses nehmen die Fotos noch eine erhebliche Menge Speicherplatz auf der Festplatte ein. Im Laufe der Zeit sammeln sich Gigabyte um Gigabyte und immer höher auflösende Sensoren tragen dazu bei, dass der Datenberg noch schneller wächst. Somit werden zwei Dinge notwendig: Auf der Festplatte des Arbeitsrechners muss in regelmäßigen Abständen Platz geschaffen werden (Auslagerung / Archivierung) und gleichzeitig muss man ausschließen, dass die Daten durch einen technischen Defekt verloren gehen können (Backups).

Fotos sind nur dann gesichert, wenn neben dem Original mindestens eine Sicherheitskopie auf einem gesonderten Datenträger existiert. Wie wichtig Backups sind, wurde mir von der Ironie des Lebens noch einmal vor Augen geführt, als während des Schreibens dieses Artikels die Festplatte meines iMacs eines Morgens ihren Dienst versagte. Dank regelmäßiger Backups konnte ich die Daten zum Glück problemlos nach dem Einbau einer neuen Festplatte zurückspielen.

Es existieren viele Szenarien, durch die Fotos verloren gehen können. Es kann durch einen Benutzerfehler passieren, dem unbeabsichtigten Löschen von Ordnern und Dateien. Viren und Malware können dazu führen, dass Daten gelöscht, verschlüsselt oder anderweitig unzugänglich gemacht werden. Hardwarefehler wie der oben angesprochene Festplattenausfall sind möglich und mit zunehmender Nutzungsdauer immer wahrscheinlicher. Bei normaler Nutzung hält eine Festplatte circa fünf Jahre, womit mein oben erwähnter Festplattenschaden nach sieben Jahren intensiver Nutzung schon überfällig war. Auch den absoluten worst case, den physischen Verlust eines Datenträgers durch Diebstahl oder Feuer, muss man bei der Ausarbeitung des persönlichen Backup-Konzeptes berücksichtigen.

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