Bastelprojekt: Aktiv-Lautsprecher bauen mit Raspberry Pi

Wer gerne Lautsprecherboxen baut und mit Raspis hantiert, dürfte an dem Audio-Verstärkermodul Beocreate von HiFiBerry seine helle Freude haben.

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Von
  • Jan Schüßler
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Zwar bastle ich seit rund 30 Jahren immer wieder gerne Lautsprecher, aber die meisten davon waren bis dato klassische Passivboxen verschiedener Größen und Preisklassen. Das bedeutet: Boxen, die man an einen HiFi-Verstärker oder -Receiver anschließt. In ihnen steckt meist eine analoge Frequenzweiche – also eine penibel angepasste, aber elektrisch eigentlich banale Filterschaltung aus Spulen, Kondensatoren und Widerständen. Sie teilt das Spektrum an Tonfrequenzen auf und schickt es an Lautsprecherchassis, die auf Teilbereiche des Spektrums spezialisiert sind (Tieftöner, Mitteltöner und Hochtöner oder ähnlich).

Das Aktivmodul Beocreate für rund 170 Euro hat die Firma HiFiBerry zusammen mit dem dänischen Edelhersteller Bang & Olufsen entwickelt. Es vereint eine ganze Reihe von Funktionen auf der knapp postkartengroßen Platine: vier Class-D-Leistungsverstärker mit zusammen 180 Watt Ausgangsleistung (2 × 60 Watt + 2 × 30 Watt), einen vierkanaligen digitalen Signalprozessor (DSP) vom Typ Analog Devices ADAU1452, je einen optischen Ein- und Ausgang (Toslink) und eine 40-polige GPIO-Buchsenleiste, um einen Raspi draufzustecken.

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Vorrangiger Einsatzzweck ist der Betrieb mit einem Stereo-Lautsprecherpaar, bei dem die Boxen jeweils mit einem Tief- und einem Hochtöner bestückt sind. Andere Konfigurationen sind aber ebenso möglich, beispielsweise als Monolautsprecher oder Stereo mit je einem Modul und vier Lautsprecherchassis pro Box. Die Aufgaben der vier Ausgangskanäle kann man im DSP frei definieren.