Bildbearbeitung: Spezialeffekte mit Füllmethoden in Photoshop

Effekte wie Nebel, "Dodge & Burn" oder neue Hintergründe lassen sich einfach am PC umsetzen. Wir zeigen dazu den Umgang mit den sieben mächtigsten Füllmethoden.

Lesezeit: 6 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Von
Inhaltsverzeichnis

Eine Füllmethode (engl. Blend Mode) bestimmt, wie eine Bildebene in Photoshop mit der darunterliegenden Ebene verrechnet wird. Denken Sie sich zwei Postkarten und legen Sie diese im Geiste übereinander. Jetzt steht der Blend Mode auf Normal und die Deckkraft auf 100 Prozent und nur die obere Postkarte ist sichtbar. Wenn Sie sich statt der Postkarten aber Dias denken, dann scheint das untere Dia durch – das ist der Effekt einer Deckkraftänderung.

Und wenn Sie nun nicht mehr im Kopf, sondern in Photoshop zwei übereinanderliegende Bildebenen anlegen, die Deckkraft der oberen auf 100 Prozent stellen, aber den Blend Mode nun beispielsweise auf Hellere Farbe stellen? Dann erhalten Sie als Ergebnis eine Ansicht, bei welcher die zwei Ebenen Pixel für Pixel verglichen werden und nur das jeweils hellere dargestellt wird. Und jetzt können Sie alles zusammennehmen: Blend Mode wie gehabt auf Hellere Farbe, Deckkraft auf 50 Prozent: Die beschriebene Ansicht wird damit transparent und lässt die darunterliegende Ebene durchscheinen (die sichtbaren Pixel setzen sich aus beiden Ebenen zusammen, gewichtet durch die Deckkraft).

Stellen Sie sich zur Veranschaulichung der Füllmethoden zwei übereinanderliegende Dias vor. Das untere heißt (B)ottom, das obere (T)op, das für das Auge sichtbare Ergebnis aus beiden heißt (R)esult (B, T und R sind auch unsere Bezeichnungen im weiteren Text und in unserer Tabelle am Ende des Artikels).

Mittlerweile bieten Programme wie Photoshop, GIMP und Affinity eine Vielzahl von Blend Modes, und die Mathematik dahinter reicht von leicht verständlich bis komplex. In der Tabelle auf Seite 147 haben wir die immerhin 27 (!) Füllmethoden der aktuellen Photoshop-CC-Version für Sie zusammengestellt, gruppiert und auch die Algorithmik dahinter aufgelistet. Hier könnte man nun leicht die Übersicht und auch die Lust verlieren, aber wir geben Entwarnung: Von den 27 Modes sind nicht alle gleichermaßen relevant. Modes wie Sprenkeln wird man so gut wie nie verwenden, Modes wie Dunklere Farbe oder Weiches Licht dagegen sehr häufig. Nach unserer Erfahrung bleiben sieben besonders universelle und praxistaugliche Modes übrig, die für die unterschiedlichsten Aufgaben anwendbar sind. Diese stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten mit einem typischen Praxisbeispiel vor.

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich 9,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+