Bounce-Flash-Technik: Weiches Licht mit nur einem Aufsteckblitz erzeugen

Manchmal ist man nur mit einem Aufsteckblitz unterwegs und wünscht sich dennoch Fotos mit vorteilhaftem Licht. Dann schlägt die Stunde des indirekten Blitzens.

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Wenn Sie abends inmitten des Stadtleuchtens Portraitfotos aufnehmen möchten, aber weder Softbox noch Stativ noch Helfer dabeihaben, dann schlägt die Stunde des indirekten Blitzens! Canon EOS 5D Mark III mit EF 85 f/1.8 | ISO 320 | f/2.2 | 1/200 s | mit TTL-Aufsteckblitz, über die Seite gebounct

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Von Flash Bouncing spricht man, wenn man den Aufsteckblitz "über die Bande spielt". Man richtet ihn dann nicht wie sonst üblich zum Motiv, sondern gegen eine Fläche (Wand, Decke, großer Reflektor) in der Nähe. Damit wird die Wand oder Decke zur neuen, viel größeren und damit weicheren Lichtquelle, die auch aus einer anderen Richtung kommt. Das Licht wird somit wesentlich vorteilhafter.

Pulposalat, einmal mit direktem Aufsteckblitz aufgenommen, einmal per indirektem Blitzen. Beim rechten Bild ist die Lichtquelle (die reflektierende Wand) viel größer und das Licht kommt als Gegenseitenlicht, anstatt von der Kamera. Das Ergebnis wirkt ästhetischer.

Im Beispiel mit dem Pulposalat sehen Sie den Vorteil. Beide Fotos sind mit einem Aufsteckblitz aufgenommen. Beim ersten Foto war der Blitz wie üblich zum Motiv ausgerichtet. Kurze harte Schatten und unansehnliche Reflexe sind die Folge. Beim zweiten Bild war der Blitz zu einer Wand links hinten gerichtet, die dann als neue, viel größere und weichere Lichtquelle gearbeitet hat. Das Ergebnis wirkt plastischer und ansprechender.

Die Technik ist an sich einfach, denn man richtet den Blitz schlicht dorthin, wo man sich eine große Softbox wünscht. Der Teufel liegt aber im Detail.

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