Brennstoffzellenheizung: Wie sie funktioniert, für wen sie eine Alternative ist

Brennstoffzellenheizungen erzeugen Wärme und Strom und sorgen so für Unabhängigkeit vom Energiemarkt. Die Technik ist marktreif, doch nicht ohne Schwächen.

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(Bild: Viessmann)

Von
  • Sophia Zimmermann
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In der Raumfahrt sind Brennstoffzellen schon lange erprobt, in Heizungskellern sind sie eine Rarität. Sie hier einzusetzen klingt ein bisschen nach Science-Fiction. Doch mit den Brennstoffzellenheizung soll sich das ändern.

Dabei ist der Begriff "Brennstoffzellenheizung" etwas kurz gefasst, denn solche Systeme liefern nicht nur Wärme für Heizung und Trinkwasser, sondern auch permanent Strom für Kühlschrank oder E-Auto. Es handelt sich dabei also eher um ein Kraftwerk in Miniform (Kraft-Wärme-Kopplung) – ein Schritt hin zu Autarkie. In Zeiten steigender Energiepreise ist das natürlich eine verlockende Aussicht.

Anders als klassische Gas- oder Kohle-Kraftwerke kommen die Brennstoffzellenheizungen ohne Verbrennung und auch ohne Turbinen aus. Sie nutzen vielmehr chemische Prozesse. Der Energieträger ist Wasserstoff, der den Brennstoffzellen zugeführt wird. Diese bestehen aus verschiedenen Teilen, einer Anode (Pluspol), einer Katode (Minuspol) und einer halbdurchlässigen Membran.