CO2-Sensor: Raspberry Pi warnt mit roter LED bei schlechter Luft

Ein Raspberry Pi mit CO2-Sensor misst die Luftqualität. Die Daten lassen sich online einsehen und eine rote LED leuchtet, wenn es Zeit zum Lüften ist.

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Von
  • Andreas Dumont
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Das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie spielt sich in erster Linie in den Innenräumen ab. In Klassenzimmern, Büros, Wohnbereichen und Veranstaltungsräumen. Luftfilter sind flächendeckend Mangelware, auch weil die Kommunen Fördergelder gar nicht abrufen. Bleibt nur der regelmäßige Gang zum Fenster, um frische Luft rein- und die Aerosole rauszulassen. Ein CO₂-Messgerät kann die Luftqualität bestimmen und so den perfekten Zeitpunkt fürs Lüften angeben, aber ein professionelles Gerät ist recht teuer.

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Wir zeigen, wie Sie so ein Messgerät einfach selbst bauen: Der Lüftungsalarm mit dem Raspberry Pi gibt an, wann die Luftqualität unter ein kritisches Maß sinkt. Über einen Sensor wird der CO₂-Gehalt in Innenräumen gemessen. Sobald sich zu viel Kohlendioxid in der Raumluft angesammelt hat, leuchtet eine rote LED auf und gibt Lüftungsalarm. Zusätzlich kann man die CO₂-Daten online einsehen und mit dem Smartphone abrufen.

Der CO₂-Gehalt ist ein guter Gradmesser für die Luftqualität. Im Freien liegt die Konzentration von Kohlendioxid bei rund 400 ppm. Die Einheit ppm steht für parts per million, in diesem Fall kommen 400 CO₂-Moleküle auf eine Million Luftmoleküle. Das sind zwar nur 0,04 Prozent, hat aber spürbare Auswirkungen. In Innenräumen steigt die Konzentration durch die menschliche Atmung rasch an. So kommen etwa während einer Filmvorführung im Kinosaal schnell mehrere Tausend ppm zusammen. Das kann die Konzentration beeinträchtigen sowie Müdigkeit und Kopfschmerzen verursachen. Und in Zeiten der Corona-Pandemie steigt die Ansteckungsgefahr über Aerosole rapide an, wenn man nicht lüftet.

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