Der Glasfasertrick: Kleidung leuchten lassen

Glasfasern verteilen besonders schick bunte Lichter. Wie sie funktionieren und worauf man beim Einsatz achten muss, zeigen wir am Beispiel des Highlight-Skirts.

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Auch Glasfasern lassen sich in Makerprojekten einfach einbauen. Ein Vorteil im Vergleich zu den beliebten LED-Streifen: Sie verteilen das Licht deutlich gleichmäßiger und lassen sich überall kürzen. Damit ähneln sie elektroluminiszierenden Schnüren, die allerdings eine Hochspannungsversorgung benötigen, deren Inverter meist hörbar fiepen. Dagegen reicht eine einfache, knopfzellenbetriebene LED als Lichtquelle für eine Faser völlig aus.

Der Überbegriff für lichtleitende Verbindungen ist übrigens Lichtwellenleiter. Meistens bestehen sie aus Kunststoff oder Glas. Prinzipiell sind nur die aus Glas gefertigten Lichtwellenleiter auch Glasfasern. Trotzdem werden die Begriffe Glasfaser und Lichtwellenleiter häufig synonym verwendet, manchmal werden sie auch Lichtfasern genannt. Ursprünglich wurden sie für die verlustarme Übertragung großer Datenmengen in der Nachrichtentechnik entwickelt. Beim Einsatz in Maker-Projekten steht aber überwiegend die Übertragung von sichtbarem Licht im Vordergrund. Dabei ist es in den meisten Fällen unerheblich, aus welchem Material der Lichtwellenleiter hergestellt ist. Für Experimente mit sichtbarem Licht reichen die kostengünstigen Kunststofffasern aus.

Das Beispielprojekt für die Integration von Glasfasern ist hier der Highlight-Skirt, den ich im Rahmen eines E-Textile-Kurses entworfen habe. Im Unterrock habe ich einen Lichtwellenleiter aus Kunststoff eingesetzt. Für die Ansteuerung nutze ich den Mikrocontroller Adafruit Gemma sowie ein spezielles Board zur Verbindung von Lichtwellenleiter und LED, das Lulu-Board. Seine ausladende Form verdankt der Reifrock 3D-gedruckten Teilen und an der Schulter sind weitere LEDs vernäht.

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