Digitale Filter in der Bildbearbeitung: Grauverlauf am Rechner nachahmen

Mit Grauverlaufsfiltern beherrschen Landschaftsfotografen hohe Kontraste. Das klappt auch digital. Dabei führen verschiedene Wege zum Ziel.

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Kleinbild DSLR | 130 mm | ISO 50 | f/16 | 1/6 s | 6300 K | digitaler Verlaufsfilter (weiß)

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Grauverlaufsfilter dienen dazu, den Kontrastumfang eines Motivs soweit einzuengen, dass er vom Sensor der Kamera ohne Übersteuerung verarbeitet werden kann. Zugleich sorgen sie für eine ausgewogene Darstellung, in der sowohl die ganz hellen als auch die sehr dunklen Bereiche genügend Zeichnung aufweisen.

Eine Alternative zum optischen Filter ist die digitale Variante in der Bildbearbeitung. Die Vorteile liegen auf der Hand: kein zusätzliches Gewicht, kein zusätzlicher Aufwand vor Ort und mehr Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zudem können Sie den Verlauf später am Bildschirm punktgenau positionieren und die Helligkeit sehr fein dosieren.

Aber – und dessen sollten Sie sich bewusst sein – mithilfe des digitalen Grauverlaufsfilters lassen sich keine überbelichteten, ausgefressenen Bildpartien retten oder kaschieren. Dies vermeiden Sie, indem Sie vor Ort grundsätzlich im Raw-Format fotografieren. Raw-Bilder bieten Ihnen einen größeren Entwicklungsspielraum. Um gerade in den empfindlichen Lichtern genügend Reserven für die Entwicklung zu haben, können Sie die Aufnahmen zusätzlich unterbelichten. Wenn Sie das Raw-Bild entwickeln, können sie die Unterbelichtung wieder ausgleichen.

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