Docker für Raspberry Pi installieren

Geht mal bei der Installation oder Konfiguration was schief, setzt man einen Container in Minuten neu auf, ohne die Stabilität das Gesamtsystems zu gefährden.

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(Bild: Zhao jiankang / Shutterstock.com)

Von
  • Daniel Bachfeld
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Solange man Anwendungen für den Raspberry Pi nur aus dem offiziellen Repository der Pi-Foundation installiert, treten selten Probleme auf. Benötigt man aber mal eine aktuellere Version einer Software oder ist die Software gar nicht im Repo für den Pi vorhanden, treten mitunter Konflikte beim Installieren auf: Statt der bereits vorhandenen Version einer Bibliothek erwartet die neue Software beispielsweise eine höhere Versionsnummer. Die könnte man zwar auch selber übersetzen und anschließend beten, dass das keine weiteren Konflikte nach sich zieht. In der Praxis passiert aber oft genau das. Und manchmal ist das System dann so zerrödelt, dass es sich nur noch schwer restaurieren lässt. Mit der freien und quelloffenen Lösung Docker gehören solche Desaster der Vergangenheit an.

Mit Docker isolieren Sie Anwendungen, Server und, wenn Sie wollen, ganze Entwicklungsumgebungen in sogenannten Containern. Alle für eine Anwendung notwendigen Bibliotheken, Programme, Tools und Dienste laufen ebenfalls in diesem Container und sind perfekt darauf abgestimmt. Docker ist zudem die perfekte Lösung, wenn man mehrere Server parallel auf einem Pi laufen lassen will, etwa Nginx, Node-RED, MQTT und weitere.

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Im Unterschied zur Virtualisierung werden einem Container weder dedizierter Speicher noch einzelne Kerne auf einer CPU zugewiesen. Vielmehr nutzen Container über den Docker-Dienst die Ressourcen des sie umgebenden Hosts direkt und effizient. In einem Container arbeiten aber dennoch sämtliche Anwendungen, sprich Prozesse, isoliert von anderen Containern und vom Gesamtsystem.

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