Eigener Server: Dienste aus dem eigenen Netz via Fritzbox ins Internet bringen

Oft sollen Dienste des eigenen Servers hinter dem heimischen Router aus dem Internet erreichbar sein. Mit Routern wie der Fritzbox geht das ganz leicht.

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(Bild: Sven Hauth)

Von
  • Peter Siering
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Ein Server, der hinter einem DSL- oder Kabel-Router steht, wird durch dessen Firewall geschützt. Wer unterwegs etwa mit dem Smartphone auf die Dienste zugreifen will, muss hinter die Firewall gelangen. Dafür bieten die meisten Router Portfreigaben oder -weiterleitungen an (gebräuchlich sind beide Begriffe, sie meinen dasselbe). Die Geräte registrieren dann Netzwerkanfragen von außen und leiten sie an vom Nutzer festgelegte Ports interner Geräte weiter – ähnlich wie sie Anfragen aus dem lokalen Netzwerk ins Internet durchreichen, eben nur in umgekehrter Richtung.

Die ominösen Ports, von denen die Rede ist, sind letztlich Teil einer Netzwerkadresse und tauchen manchmal auch am Ende von URLs auf. So weist "https://ct.de:443" in der Adresszeile einen Browser an, eine Verbindung zum Webserver auf ct.de aufzubauen und dazu den Port 443 anzusprechen (der für HTTPS verwendet wird). Für eine Fülle der Ports ist definiert, welcher Dienst dahinter steht. Somit muss man den Port üblicherweise nicht angeben.

Die Idee, einen privaten Webserver auf einem ungebräuchlichen Port laufen zu lassen, um ihn notdürftig zu verstecken, ist übrigens doof: Rechner im Internet werden regelmäßig von Portscans heimgesucht, sodass so ein Versteck schnell auffliegt. Die Häscher erkennen nicht nur, dass ein Port offensteht, sondern finden ebenso schnell heraus, mit welchem Dienst sie es dort zu tun haben. Auf einem SSH-Server, den man auf einem ungewöhnlichen Port sicher wähnte, häufen sich schnell die Anmeldeversuche Unbefugter.

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