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Einstieg in die Arbeit mit dem Oszilloskop

| Jan Mahn

Mit einem Oszilloskop suchen Sie gezielt nach Fehlern in Schaltungen oder analysieren ihre Funktionsweise. Das lässt sich leicht ausprobieren.

Zu den nützlichsten Helfern in der Elektronikwerkstatt, beim Reparieren historischer Computer oder beim Reverse Engineering von Schaltungen (also dem Analysieren von unbekannten Systemen) gehört das Oszilloskop. Früher war das eine Anschaffung, auf die man als Hobbybastler lange sparen musste.

Heute gibt es gute digitale Oszilloskope schon für kleines Geld von namhaften Herstellern. Für den Einstieg reicht es aber leider nicht, das beigelegte Handbuch zu lesen – das erklärt vor allem die Anordnung der Knöpfe, setzt aber viel Wissen über den Umgang voraus. Warum ein Oszilloskop in der Praxis nützlich ist und wie man zu sinnvollen Ergebnissen kommt, verrät das Handbuch oft nicht. Hilfreich ist schon mal, das grundsätzliche Funktionsprinzip zu kennen: Das Oszilloskop stellt gemessene Spannungen im zeitlichen Verlauf dar. So weit, so unspektakulär.

Dieser Artikel zeigt anhand eines anschaulichen Beispiels, wann diese Spannungen viel über die Schaltung verraten: Untersucht werden soll das Signal einer alten PS/2-Tastatur. Eine solche haben viele sicherlich noch in der Altgerätekiste. Die Komplexität von PS/2 ist überschaubar und damit ist es ideal für erste Erfolgserlebnisse bei der Analyse. Für Einsteiger erläutern wir zunächst, wie man ein Oszilloskop in Betrieb nimmt und einstellt – wenn Sie sich als erfahrener Nutzer direkt ans Reverse Engineering von PS/2 machen wollen, lesen Sie im Abschnitt "Tastaturanalyse" weiter.


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