Einstieg ins Schweißen

Dank blendender Helligkeit und brutzelnder Geräusche ist Schweißen ein großes Spektakel. Mit den richtigen Geräten und etwas Übung macht es außerdem süchtig.

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Von
  • Moritz Metz
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Schau nicht in das Helle, sonst wirst du blind! Schon Kinder lernen, dass Schweißen große Energien freisetzt, von blendendem Licht, beindruckendem Knattern und Zischen bis zu Dampf, Düften und glühendem Stahl. Vielleicht sind solche Kindheitserlebnisse der Grund, weshalb viele Maker in erfurchtsvoller Faszination vor der Vorstellung verharren, glühendes Metall auf ewig miteinander zu verbinden, anstatt sich einfach an das Schweißen heranzuwagen. Dabei bringt das multisensorische Erlebnis riesigen Spaß, endlose Möglichkeiten – und ist einfacher denn je.

Arbeiten mit Metall

Ab ein paar Hundert Euro bieten Online-Shops Geräte und komplette Schweiß-Sets, mit denen Makerinnen und Maker, die bisher nur den Lötkolben geschwungen haben, nach etwas Übung absolut achtbare Schweiß-Erfolge erreichen können. Dank Mikroprozessor-Steuerung mit IGBT-Transistoren und für Heimwerker absolut akzeptabler China-Fertigung sind heutige Schweißgeräte kompakter, leichter und einfacher zu bedienen als altehrwürdige, tonnenschwere Trafo-Geräte, die zudem meist einen Drehstrom-Anschluss erforderten.

Bei allen drei gängigen Schweißverfahren geht es darum, Metalle durch Hitze miteinander zu verschmelzen und ein Additiv hinzuzugeben. Zunächst muss das Werkstück mit einer Massekabel-Klemme an einer blanken Stelle geerdet werden. Zugunsten guter Ergebnisse sollte die Kontaktstelle am Werkstück blank geschliffen sein. Dank modernen Invertern in Schweißgeräten ist auch an heimischen Steckdosen bis zu 200 Ampere Schweißstrom möglich, der zwischen dem geerdeten Werkstück und dem Schweißbrenner einen Kurzschluss erzeugt, den sogenannten Lichtbogen. Damit im Prozess nichts oxidiert, basiert jedes Schweißverfahren darauf, die Schweißstelle vor Sauerstoffeinströmung aus der Umgebungsluft zu bewahren, sonst sieht die Naht aus wie ein Emmentaler Käse und hält nicht.

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