Ergonomie im Homeoffice: Hinweise und Hilfestellungen für Mitarbeiter

Auch im improvisierten Homeoffice gilt die Fürsorgepflicht der Arbeitgeber. Gerade bei den heute üblichen Bildschirmarbeitsplätzen gibt es einiges zu beachten.

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Kein Idealbild: Auf Dauer können eine unpassende Arbeitsumgebung sowie eine damit verbundene schlechte Sitzhaltung gesundheitliche Schäden verursachen.Auch wenn man zu Hause nicht die gleichen Gegebenheiten wie im gut ausgestatteten Firmenbüro vorfindet,

(Bild: dpa, picture alliance / dpa)

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Viele Unternehmen und Institutionen haben ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. In den meisten Fällen ist die Wohnung aber nicht auf einen Homeoffice-Arbeitsplatz vorbereitet, vor allem, wenn mehrere Personen im Haushalt plötzlich zu Hause arbeiten müssen. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber seinen Arbeitnehmern endet jedoch nicht am Firmentor. Sie gilt auch für die Homeoffices, die im Zuge der Pandemieverlangsamung meist improvisiert wurden. Gerade hier fehlt es aber an Unterstützung durch den Arbeitgeber.

Häufig haben Geschäftsführung und Abteilungsleiter den organisatorischen Rahmen geschaffen und die IT-Abteilung angewiesen, die technische Umsetzung zu übernehmen. Die wiederum hat die technisch notwendigen Geräte, die Remote-Anbindung an die Firmenserver und die Kommunikationsmittel wie Büro-Chat oder Videokonferenz eingerichtet, sieht sich aber für die Arbeitsumgebung oft nicht zuständig. Dabei sollten sich alle Beteiligten vor Augen halten, dass die Heimwerker auch zu Hause ihr reguläres Arbeitspensum leisten, also in der Regel acht Stunden pro Tag an ihrem improvisierten Arbeitsplatz verbringen, so keine anderslautenden Vereinbarungen getroffen wurden.

Dabei unterscheiden sich die ergonomischen Anforderungen an den Heimarbeitsplatz nicht von denen, die für Bildschirmarbeitsplätze in der Firma gelten. Wird der Arbeitsplatz in den Privaträumen des Arbeitnehmers als solcher geplant und ohne Zeitdruck und andere Einschränkungen eingerichtet, sind die Ergonomievorgaben auch gut erfüllbar. Schwieriger ist es hingegen, Ergonomieziele in kurzer Zeit für mehr oder weniger improvisierte Arbeitsplätze umzusetzen, da sie nicht im Rahmen eines regulären Projekts ausgerollt wurden. Dennoch können Arbeitgeber und IT-Abteilungen einiges tun, um die ergonomische Belastung im provisorischen Homeoffice zu verringern. Dieser Artikel fasst sie zusammen und liefert ein "Ergonomisches How-to", das Firmen ihren Heimarbeitern an die Hand geben können.

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