Fine-Art-Drucke vom Dienstleister: Darauf müssen Sie achten

Ohne eigenen Drucker: Wir haben uns verschiedene Angebote angesehen und geben einen Überblick über Drucktechniken, Papiere und Service.

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Von
  • Christine Bruns
Inhaltsverzeichnis

Auf einen guten Fine-Art-Druck müssen Sie nicht verzichten, nur weil Sie keinen eigenen Fotodrucker besitzen. Viele Dienstleister bieten dies im Web oder auch im Druckshop für Fotografen an. Doch auch, wenn Sie nicht selbst drucken, ist ein kalibrierter Workflow wichtig. Wer diesen nicht bieten kann, findet entsprechende Serviceangebote.

Druckdienstleister bringen Ihre Bilder mit einer von zwei möglichen Techniken zu Papier. Die lange Zeit gängigste und qualitativ beste Methode war die Ausbelichtung. Sie wird auch Type-C-Druck (Continuous Tone Print) oder Lightprint genannt. Hierbei handelt es sich um ein Belichtungsverfahren, wie man es von analogen Fotos kennt. Statt Vergrößerer und Negativ nutzen die modernen Maschinen Laser oder LEDs. Anschließend wird das Papier chemisch entwickelt. Online bieten die meisten Hersteller ein Standardpapier aus der Fujifilm-Crystal-Archive-Reihe an, es gibt aber noch andere Papiere, beispielsweise von Ilford oder Kodak. Die Bildqualität ist meist solide, für besondere Ausbelichtungen lohnen sich gute Fine-Art-Papiere. Der Type-C-Druck produziert satte bis sehr zarte Farben mit feinen Übergängen. Die Oberflächenstruktur reicht von hochglänzend bis matt. Meist sind diese Bilder zwischen 15 und 40 Jahren lichtbeständig, richtig archiviert halten sie zum Teil bis zu 80 Jahren. Ausbelichtungen sind aufgrund der hohen Kosten für die Produktionsanlagen meist nur beim Dienstleister zu haben.

Beim Dienstleister können Sie Drucke auch in sehr großen Formaten und auf Träger kaschiert erhalten.

(Bild: guruXOX, stock.adobe.com)

Die zweite Variante ist der Tintenstrahldruck. Diesen gibt es mit pigmentierten und nicht pigmentierten Tinten. Letztere werden überwiegend auf glänzenden Fotopapieren verwendet. Sie liefern leuchtende, satte Farben, ihre Lichtbeständigkeit ist jedoch eingeschränkt. Für Fine-Art-Drucke setzen die Dienstleister hauptsächlich auf Pigmenttinten, gelegentlich als Giclée-Druck (von französisch gesprüht) bezeichnet. Je nach Druckgerät ist eine Breite von 1,0 bis 1,6 Metern möglich. Größere Drucke erhalten Sie beispielsweise bei Whitewall. Der Dienstleister baute in Kooperation mit Epson eine Maschine, die bis zu einer Breite von 2,40 Meter druckt. Die Großformate heißen Masterprint, werden allerdings nur kaschiert zwischen einer Alu-Dibond-Platte und einer Acrylglasscheibe geliefert und sind entsprechend teuer. Die Kosten liegen je nach Größe im vier- bis fünfstelligen Bereich.

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