Fotografieren im Winter: Motive von klassisch bis kreativ

Im Winter erschafft die niedrigstehende Sonne tolle Farben und besondere Stimmungen. Fotografen können dann eine besonders eindrucksvolle Motivwelt erkunden.

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Von
  • Nicolas Alexander Otto
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Der Winter hält besondere Fotomöglichkeiten für uns Landschaftsfotografen bereit. Ich fotografiere unfassbar gerne im Winter und habe einiges darüber gelernt, wie ich meine Fotos unter den kalten und teils düsteren Bedingungen besonders schön gestalten kann. Das Licht im Winter ist allein durch die längeren Dämmerungszeiten etwas, das sich maßgeblich auf die Art und Weise wie ich fotografiere auswirkt. Aber zunächst möchte ich Ihnen ein paar Hilfen zum Wetter und der Voraussage der Witterungsbedingungen an die Hand geben, denn Winter heißt nicht immer gleich Schnee, soweit das Auge reicht. Er ist in Deutschland nicht immer leicht zu finden.

Die Crux des Winters in Deutschland ist, dass rein statistisch Schnee in den meisten Regionen nicht sonderlich häufig ist. Je nach Bundesland erfährt man den Winter eher als tristes, graues und unscheinbares Quartal. Doch selbst in meinem Heimatland Nordrheinwestfalen gibt es hin und wieder winterliches zu genießen, sodass ich nicht immer in den Süden oder den arktischen Norden fahren muss. Sobald die Temperaturen gegen Ende des Jahres fallen, schaue ich oft auf die Schneefallgrenze und warte auf ein Wochenende, wo diese so weit sinkt, dass es im nahegelegenen Sauerland Niederschläge in gefrorener Form geben könnte. Schneefallkarten für Deutschland finden Sie etwa auf kachelmannwetter.com. Oftmals ist es eine gute Idee, auf einen nah gelegenen Berg zu fahren, und dort vielleicht ein paar hundert Meter höher nach Schnee Ausschau zu halten. Gerade in den deutschen Mittelgebirgen lohnt sich eine Tour auf die Höhenrücken.

Meistens muss ich mich jedoch weiter in den Süden aufmachen, um gute Bedingungen vorzufinden. Bei längeren Anreisen schaue ich auf jeden Fall auf die Temperaturen und wie sich diese in den kommenden Tagen entwickeln. Wenige Zentimeter Schnee sind auch schnell wieder weggeschmolzen, sobald die Temperatur über die die Null-Grad-Marke steigt. Selten gehen einem stärkeren Schneefall im Flachland mehrere Tage tiefer Temperaturen voraus. Und so taut der Schnee bei Kontakt mit dem noch nicht durchgefrorenen Boden innerhalb kurzer Zeit wieder ab. Es sollte also bis zu Ihrer Ankunft unter 0° C bleiben, denn das kühle Weiß wird schnell matschig und unfotogen. Optimalerweise sollten Sie eine fotografische Kurzreise immer unmittelbar nach oder noch während des Schneefalls antreten. So sind die Konditionen vor Ort am schönsten. Gerade die unberührte Schneedecke hat einen besonderen Reiz und bietet kreative Möglichkeiten. Dazu später mehr.

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