Fotografieren mit Raspi und Pi HQ Camera: Bilder aus einem anderen Mikrokosmos

Das Pi-HQ-Camera-Modul lässt sich mit alten Objektiven von Ebay & Co. verheiraten. Das macht den Raspberry Pi zum Fotoapparat für Makro- und Mikroskopfotos.

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(Bild: Michael Plura)

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Kameramodule für den kleinen Bastelrechner Raspberry Pi gibt es bereits seit 2013. Bisher konnten die Module aber nicht überzeugen: Ein variabler Fokus fehlte ebenso wie austauschbare Linsen. Dazu schlug sich die relativ kleine Sensorfläche in sichtbarem Rauschen und schlechter Bildqualität bei geringen Lichtverhältnissen nieder. Ende April 2020 stellte die Raspberry Pi Foundation ein neues Kameramodul mit verbessertem 12-MP-Sensor und Wechselobjektivanschluss vor. Zeitgleich präsentierte die Pi Foundation zwei passende Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten (6 und 16 mm).

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Mit dem "Pi HQ Camera"-Modul ändert sich das Foto-Potenzial des Raspis deutlich. Denn dank C/CS-Mount passen nicht nur die beiden Objektive der Raspberry Pi Foundation, sondern auch unzählige CCTV-Objektive an das Modul. Letztere gibt es günstig als Gebrauchtware im Netz. Wir erklären, wie Sie solche Objektive für die Heirat mit dem Raspi vorbereiten und anschließen und zeigen potenzielle Einsatzgebiete. Denn mit der computergesteuerten Aufnahme von Bildern und Filmen bietet eine RaspiCAM Möglichkeiten, die sich mit einer DSLR oder einem Camcorder kaum oder gar nicht realisieren lassen.

Das Raspberry-Pi-High-Quality-Camera-Modul erlaubt den Einsatz verschiedenster Objektive am Bastelcomputer.

(Bild: Raspberry Pi Foundation)

Das "HQ" (high quality) der Pi HQ Camera soll der 10,7 × 8,5 Millimeter große IMX477-Sensor (Chipgröße 4,7 × 6,3mm) von Sony liefern. Der Sensor verteilt 12,3 Megapixel auf bis zu 4056 × 3040 Bildpunkte (4k-Auflösung, Format 4:3) mit 10 Bit Farbtiefe und 60 Bildern pro Sekunde (fps). Bei 1080p schafft der IMX477 laut Datenblatt 240 Bilder pro Sekunde. Sein MIPI-Interface ist laut Sony für 4 Lanes je 2,1 GBit/s gut.

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